Grenzgänger

Paul Grüninger, der Polizeikommandant des Kantons St. Gallen, hat nach der Besetzung Österreichs über 3000 jüdischen Flüchtlingen Zugang zur Schweiz gewährt, obwohl von der schweizerischen Landesregierung eine Grenzsperre erlassen worden war. 1939 wurde er vom Dienst suspendiert, entlassen und wegen Amtspflichtverletzung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

Grüninger starb im Jahr 1972 verarmt in St. Gallen, 23 Jahre später wurde er vom dortigen Bezirksgericht freigesprochen.

Auch in Deutschland wurden NS-Unrechtsurteile, wie zum Beispiel das Todesurteil gegen den Widerstandskämpfer Hans von Dohnanyi erst Ende der 90er Jahre aufgehoben.

Das Theater St. Gallen hat Grüningers Leben nun als Szenisches Dokument auf die Bühne gebracht.

Publikumsgespräch am 3. März 2013, im Anschluss an die 20 Uhr Vorstellung. Vielleicht schaffe ich ja das mal.

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