Kategorie-Archiv: Am Wegesrand

Aus 1 mach 4

Die Dinge fügen sich gerade auf verrückte Art. Ist viel zu mühsam, das alles weitschweifig zu erklären. Nur soviel: Hier wohnen nun vier braune Isländer, oberbrave Therapipferde, die einer netten Dame und ihren Töchtern gehören, die sich sensationell drum kümmert.

Mit dem Geld, welches ich hierfür bekomme, werde ich demnächst die wilde Prinzessin in ein Gulag schicken, wo Gott G. (meine inzwischen heissgeliebte Reitlehrerin), so das Universum will, ihr und mir Manieren beibringen wird. Drücken Sie die Daumen. Weil sonst. Achja.

Also: ich hab Pferchen ums Haus, wenig Arbeit damit und verdiene sogar noch ein bisschen Geld …

Gemüse, Rosen und alles gedeiht.

Ich lahm, aber fröhlich.

Die Greisin lahm und mäßig fröhlich.

Ansonsten gerade viele Tierärzte, aber alles soweit gut gegangen. Uff.

Summbrummkrabbel

Ich wundere mich immer, dass es so oft so dargestellt wird, als hätten wir die Wahl: Ja, wenn wir weniger Pestizid einsetzen, werden bald die Lebesmittel teurer. Nein, wenn weiterhin soviel Pestizid eingesetzt wird, spielt es keine Rolle mehr, was die Lebensmittel kosten. Die Welt, wie wir sie kennen, wird nicht mehr existieren. Keine Bestäuber, keine Vögel, überhaupt nix mehr. So Pflanzen. Und Nutztiere.

Und jetzt gibt es noch die Vermutung, dass Stickstoffdüngung zu einer stark erhöhten Sterberate bei Schmetterlingsraupen führt. Wobei, die sterben eh aus, denn die Raupen haben überhaupt keine Wirtspflanzen mehr. Da kommts auf den Stickstoffgehalt auch nicht mehr an. Überhaupt, wer braucht schon Schmetterlinge? Völlig überbewertet.

Und dann die Sache mit den Honigbienenen. Schlimschlimm. Haben die wenigsten kapiert, dass man Honigbienen beliebig nachzüchten kann. Natürlich ist es nicht schön und auch ein schlechtes Zeichen, dass soviele sterben, aber die wirkliche Katastrophe ist das Verschwinden der Wildbienen. Denn die sind dann weg. Ausgestorben. Futschikato. Und nicht nur, dass das nicht schön ist, sondern die leisten auch noch einen Großteil der Bestäubungsarbeit. Ungefähr zwei Drittel. Keine Bestäuber, keine Vögel, überhaupt nix mehr. So Pflanzen. Und Nutztiere. Hatte ich das schon erwähnt?

Wenn die Insekten nur ein bisschen attraktiver wären. Ein bisschen hübscher anzusehen. Vielleicht würde das Problem dann ernster genommen.

Ach und dann dieser ekelhafte Klimawandel. Nicht nur, dass mir unerträglich heiss war, dieser Sommer war auch sonst sehr erschreckend: Überall tote Tiere. Vorallem die Maulwürfe, die so rum lagen. Ich hab ja versucht, Hunger zu lindern, wo ich konnte, aber wie, bitteschön füttert man Maulwürfe? Keine Schnecken, keine Würmer und vermutlich auch sonst nicht viel von dem, was üblicherweise unterirdisch unterwegs ist. Wir haben Festmeter von Fichten wegen Borkenkäfer absägen müssen. Kein Wasser = Kein Harz = keine Käferabwehr. Kein Ende in Sicht. Also Wald stirbt auch weiter.

Ich jedenfalls finde das alles zum Verzweifeln. Bin froh, dass es mir so oft gelingt, heile Welt zu spielen. Verrückt. Denn sie geht nämlich grad unter. Echt jetz.

Übrigens haben Haustiere eine beschissene Ökobilanz. Vor allem Pferde. Aber vermutlich immer noch besser als die von Kindern.

Papier


Greisin kränklich, Hunde unflätig (wessen Schuld mag das sein?), sehr schlechte Laune. Dabei kann ich Weihnachten gut leiden.

Aber schöne Geschenke bekommen. Echt mal. Aber muss ich den Liebsten mal sagen, dass ich zwar manchmal was aufschreibe oder kritzle, allerdings eher so auf alte Briefumschläge. Sind für meine unerheblichen Gedanken völlig angemessen. Zudem arbeite ich ja in eine Branche, in der man sowieso vielzuviel Papier hat (haufenweise Belege von unerhört wichtigen Konferenzen, für die ich Notizblöcke für unverzichtbare Gedanken gestaltete). Habe eine ganze Schublade voller ehrfürchtig verschonter Notizmaterialien.

Da fällt mir ein, dass auch ich früher schöne Skizzenbücher hatte/machte. Bei Gelegenheit krame ich die mal raus. Und ausserdem noch das Scetchbookproject, das Großartige! Gibt schon dolle Sachen.

Ganz schön viel Genöle hier. Aber wir vier sind ja unter uns.

Kabutt




Erst der Rohrbruch (Kupferrohr Kalk Überschwemmung, ein Glück haben wir zu viele Zimmer, da kommt es auf ein/zwei nicht so an). Decke raus. Alle Handwerker rollen mit den Augen, weil ich meine Badezimmerkacheln behalten will … DIE?


Dann der Greisin zur Liebe unter Erleidung größter Qualen die Douglasie absägen lassen. Und siehe da: Wie so oft hatte sie eine gute Intuition: Faul. Wäre uns dann wohl doch mal auf’s Haus gekippt. Der Baummann hat gesagt: Faule Tanne (es steht 50:50) riecht wie Katzenklo. Und siehe da: Es riecht wie Katzenklo. Trotzdem: Soifz.

Und jetzt möchte ich bitte eine Weile keine Kerle in Arbeitskleidung mehr sehen. So ein zwei Tage. Danke.

Hundstage

Ok, kleine Aktualisierung: Wir haben acht neue Zwischenmieter, drei Muttis mit fünf Kindern. Sie haben viel Hunger und es gibt wenig zu fressen … Wegen Dürre. Aber wenn sie nich hier wären, wären sie bereits gemeuchelt. Wegen Dürre.

Ha. Wenigstens die mögen das Wetter.

Manche nennen es unordentliche Wildnis, ich nenne es total ergiebigen Gemüsegarten. Mit alles was Mensch und Hummel braucht.

Nette Hunde in Savanne.

Aufab

Heute war endlich ein Stiglitz da.

Und die Reste des toten Reihers wurden gefunden. Nicht von mir. Vielleicht schaffe ich es morgen dahin.

Keine Enten. Dafür frisst jetzt überhaupt niemand das Froschlaich weg.

Also

hab dem Mr. Reiher noch ein paar Fischabfälle hingelegt. Auf jeden Fall haben sich Fuchs und (Rot-)Milano bedient. Viele Bilder vom 6. März, seitdem keine Spur. Wollen wir hoffen, er hat was besseres zu tun.

Am 7. fluxi nach Berlin gereist und nach einigen anfänglichen Hindernissen (ich wollte die Sache mit der Zwischenmenschlichkeit langsam angehen und hatte für die erste Nacht ein Hotelzimmer gebucht): Wie, ne, da haben wir nix Buchungsmäßiges von Ihnen (und ich nix dabei). Ein Glück war ich in B. und nicht in Kuala Lumpur, so war schnell eine private Lösung gefunden.

Und dann am Geburtstag schön mit alten Freunden verhockt. Erst hier, (wo wir großartig aßen) dann im Schwarzsauer, viel zu lang mit viel zu viel Bier. Wunderbar.

Ein bisschen gesund gegengesteuert mit koreanischem Essen, aber dann ziemlich nahtlos hier weitergemacht (und die jüngsten gewesen, hihi). Wieder alte Geschichten und tschechisches Bier.


Hab zwar noch ein bisschen Ausstellung geglotzt, aber festgestellt, dass ich am Tollsten an Berlin Freunde kuscheln und asiatisches Essen finde. Jaja, weder eine neue, noch eine spektakuläre Erkenntnis.

Und jetzt wieder aufm Berg, mit Schnee, bäh. Dennoch wohlgelaunt.