Kategorie-Archiv: Ménagerie

Alle Jahre wieder

Geliehen vom Wortschnittchen.

Zugenommen oder abgenommen? (die war ja eigentlich rausgeflogen)
Voll zugenommen. Meine Theorie (ich mache nix anders): Die Stallarbeit fehlt.
Kommt aber ja bald wieder.

Haare länger oder kürzer?
Gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. Glaub ich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Oh, die isländische Prinzessin ist seeehr teuer. Immer noch.

Der hirnrissigste Plan?
Über die felsige ibizenkische Halbinsel zu klettern. Trotz Wanderstöcken.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mengenweise fremde Pferde zu reiten.

Der beste Sex?
Hihihahahoho.

Die teuerste Anschaffung?
Das erste Tier mit Stammbaum und so. Ging nicht anders.

Das leckerste Essen?
Weiss nicht. Egal. Ne zu meinem Geburtstag im Neugrün. Oder da.

Das berührendste Buch?
Berlin liegt am Meer. Frau M. ist hier aufgewachsen. In dem 200-Seelen-Nestchen nebenan.

Das schönste Buch?
Kein schönes neues Buch gekauft? Skandal!

Die schönste Ausstellung?
Harald Szeemann: Grossvater: Ein Pionier wie wir.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pepone Zeppelin Trotzki, Fräulein Josefine und der Greisin. Tja, so isses.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Besuch.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Aaaah, kann ich nicht mehr. Oder? Naja, ein bisschen … Geht doch!

2018 zum ersten Mal getan?
Getöltet. Naja, eigentlich zum zweitenmal.
Aufgegeben (einen Aufstieg).
Durchgehalten und gewonnen (einen Arbeitsstreit).
Porto Tonico getrunken.
In Bern gewesen.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Geritten.
Geritten.
Geritten.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ach. Blöde Krankheit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich schaff das mit dem Galoppieren.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das eine oder andere, ich gebe mir immer viel Mühe. Mir: Das Pferd.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit und Geduld. Und viele andere tolle!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wenn Du auf dem Pferd sitzt, sieht man gar nix.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich nehme es.

2018 war mit einem Wort …?
Ponylastig. Jiha!

Reisen


Nicht nur die letzte Reise. Die war nett, aber langweilig. Nicht nur, dass die Greisin inzwischen über Nichtigkeiten die Nerven verliert und auch Haushüter sie total aus dem Rythmus bringen. Auch nicht nur das kleine weisse Pferd, das im Wald rumrennen soll. Auch die Erinnerungen an schlechtgelaunte Diensleister, überfüllte Märkte, Strände und Straßen.

Meine eigene schlechte Laune wegen der vielen ollen bräsigen Tagestouristen, die sich durch unser sommerliches Bodenseestädtchen pressen, mit miesem, Hauptsache billigen Essen zufrieden sind (und so die Gastronomie ruinieren). Meine geliebte einfältige Fernsehsendung, in der die Leute Dinge verkloppen, die seit siebzehn Generationen in Familienbesitz sind (jaja die, echt): Das Geld kommt in die Reisekasse. Alle auf Achse. Die will ich auch nicht treffen.

Ich war in Porto (voll toll), wieder auf Malle in diesem Jahr (oioioi, es scheint, als seien die Gruppenreisen des Damenkränzchens nun endgültig überstanden), in Bern und auf Ibiza (nix für mich).

Overtourism. Beschäftigt mich nun schon eine Weile. Klimadings sowieso.

Also, nächstes Jahr, vielleicht mal kurz in die Berge im Winter (wegen Winter und um die guten Kleider mal auszulüften ohne Ski) und im November auf die Biennale, darauf will ich nicht verzichten. Venedig im November ist halt unverzichtbar. Und ganz vielleicht noch nach Yorkshire. Da gibt es vermutlich keinen Overtourism.

Ansonsten mit dem Pferd herumreiten. Mit den Mistkötern spazieren. Gemüse anbauen. Apropos.

Velkomin


Am saudummen Black Friday hab ich ein freundliches verschmitztes isländisches kleines weisses Pferd gekauft. Aus so komplizierten wie langweiligen Gründen wird es erst im Frühling hierher ziehen.

Aufab

Heute war endlich ein Stiglitz da.

Und die Reste des toten Reihers wurden gefunden. Nicht von mir. Vielleicht schaffe ich es morgen dahin.

Keine Enten. Dafür frisst jetzt überhaupt niemand das Froschlaich weg.

Seit

dem erneuten Wintereinbruch hab ich im Wald viel Futter verteilt. Morgens ist immer alles weg. Keine Spur vom Reiher.





Das ist irgendein Raubvogel.

Und die Haubenmeise war gestern da :D

Am Haus (im Laufe des Winters) gesehen:
Kolmeisen
Blaummeisen
Tannenmeisen
Sumpf- oder Weidenmeisen
Haubenmeisen
Schwanzmeisen (einmal)
Dompfaffen
Buchfinken
Grünfinken (?)
Zeisige
Kernbeisser (zwei Mal)
Buntspechte
Mittelspechte
Rotkehlchen
Feldsperlinge
Amseln
Wachholderdrossel (einmal)
Heckenbraunelle
Eichelhäher

Vermisst:
Stiglitz
Grünspecht

Tiere mit Flügeln

Heute ist ein trauriger Tag. Zuerst habe ich heute morgen eine tote Dompfaffendame (Dompfäffin?) gefunden. Das ist deshalb besonders traurig, weil Mann und Frau bei diese Art immer beieinander sind. Ich bin sicher, sein Herz ist gebrochen. Meines auch.

Ausserdem habe ich seit einer Woche keine Haubenmeise gesehen.
Hoffentlich nicht erfroren. Ach.

Gestern haben die blöden Köter den Fischreiher gejagt und ich dachte immer: Warum fliegt er denn nicht richtig weg? Irgendwann hatte ich meine Idioten eingefangen. Zuhause habe ich dann einen Artikel über einen verhungerten Bussard gelesen. Da habe ich es dann kapiert. Er hat Hunger. Er ist schwach. Ich habe dann extrem mühevoll (fragense nich) etwas Fisch gekauft. Ich hoffe, er schafft es. Er ist noch immer da und sehr verlangsamt. Morgen besorge ich noch was. Achach.

Der Kernbeisser war da (erst das zweite Mal) und eine Horde fröhlicher Schwanzmeisen. Vermochte mich wenig aufzuheitern.