Kategorie-Archiv: Ménagerie

Aus 1 mach 4

Die Dinge fügen sich gerade auf verrückte Art. Ist viel zu mühsam, das alles weitschweifig zu erklären. Nur soviel: Hier wohnen nun vier braune Isländer, oberbrave Therapipferde, die einer netten Dame und ihren Töchtern gehören, die sich sensationell drum kümmern.

Mit dem Geld, welches ich hierfür bekomme, werde ich demnächst die wilde Prinzessin in ein Gulag schicken, wo Gott G. (meine inzwischen heissgeliebte Reitlehrerin), so das Universum will, ihr und mir Manieren beibringen wird. Drücken Sie die Daumen. Weil sonst. Achja.

Also: ich hab Pferchen ums Haus, wenig Arbeit damit und verdiene sogar noch ein bisschen Geld …

Gemüse, Rosen und alles gedeiht.

Ich lahm, aber fröhlich.

Die Greisin lahm und mäßig fröhlich.

Ansonsten gerade viele Tierärzte, aber alles soweit gut gegangen. Uff.

Notizen


Muss jetzt mal ein paar Sachen aufschreiben.

* Gestern Abend im Glück, der Schweinigel war da (oder jedenfalls irgendein Igel)

* Heute Morgen ein Kuckuck. EIN KUCKUCK!!! Das gab es hier bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Hatte neulich schon das Gefühl, einen gehört zu haben, heute Morgen war es hieb- und stichfest. Die Greisin glaubt, ich halluziniere.

* Die Eiche ist umgefallen. Die riesige alte Eiche. Neulich beim Starkregen (Sonntag) habe ich das Ächzen gehört, dachte an eine von den Eschen. Die Eiche. Bin total geschockt

* Am 12.4. vom Pferd gefallen. Ein paar Rippen gebrochen (oder war es geprellt?) jedenfalls Schmerzen aus der Hölle. Grundsatzfragen gestellt. Abwegige Lösungen gefunden. Es bleibt spannend. Das Pferd ist ein Lump. Bin sehr vernarrt.

* Wenig Froschlaich, praktisch kein Krötenlaich

* Viele Weinbergschnecken und noch kein einziges von den fiesen nackigen Arschlöchern gesehen (ein gutes hatte das letzte Jahr also).

Chefboss

Sieht zwar aus wie eine Zuckerschnute (hach), ist aber mit allen Wassern gewaschen. Versucht gerade, seinen neuen Kumpels zu erklären wo’s langgeht. Mit unterschiedlichem Erfolg.

Ich finde sie zum Fressen und freue mich, wie sie sich in unsere Ansammlung von Alphas trefflich einreiht. War ja keine Absicht. Haha.
Das mit dem Reiten sieht hier besser aus, als es ist, rumpelt noch ganz schön. Ansonsten können wir uns ziemlich gut leiden.

Alle Jahre wieder

Geliehen vom Wortschnittchen.

Zugenommen oder abgenommen? (die war ja eigentlich rausgeflogen)
Voll zugenommen. Meine Theorie (ich mache nix anders): Die Stallarbeit fehlt.
Kommt aber ja bald wieder.

Haare länger oder kürzer?
Gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. Glaub ich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Oh, die isländische Prinzessin ist seeehr teuer. Immer noch.

Der hirnrissigste Plan?
Über die felsige ibizenkische Halbinsel zu klettern. Trotz Wanderstöcken.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mengenweise fremde Pferde zu reiten.

Der beste Sex?
Hihihahahoho.

Die teuerste Anschaffung?
Das erste Tier mit Stammbaum und so. Ging nicht anders.

Das leckerste Essen?
Weiss nicht. Egal. Ne zu meinem Geburtstag im Neugrün. Oder da.

Das berührendste Buch?
Berlin liegt am Meer. Frau M. ist hier aufgewachsen. In dem 200-Seelen-Nestchen nebenan.

Das schönste Buch?
Kein schönes neues Buch gekauft? Skandal!

Die schönste Ausstellung?
Harald Szeemann: Grossvater: Ein Pionier wie wir.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pepone Zeppelin Trotzki, Fräulein Josefine und der Greisin. Tja, so isses.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Besuch.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Aaaah, kann ich nicht mehr. Oder? Naja, ein bisschen … Geht doch!

2018 zum ersten Mal getan?
Getöltet. Naja, eigentlich zum zweitenmal.
Aufgegeben (einen Aufstieg).
Durchgehalten und gewonnen (einen Arbeitsstreit).
Porto Tonico getrunken.
In Bern gewesen.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Geritten.
Geritten.
Geritten.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ach. Blöde Krankheit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich schaff das mit dem Galoppieren.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das eine oder andere, ich gebe mir immer viel Mühe. Mir: Das Pferd.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit und Geduld. Und viele andere tolle!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wenn Du auf dem Pferd sitzt, sieht man gar nix.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich nehme es.

2018 war mit einem Wort …?
Ponylastig. Jiha!

Reisen


Nicht nur die letzte Reise. Die war nett, aber langweilig. Nicht nur, dass die Greisin inzwischen über Nichtigkeiten die Nerven verliert und auch Haushüter sie total aus dem Rythmus bringen. Auch nicht nur das kleine weisse Pferd, das im Wald rumrennen soll. Auch die Erinnerungen an schlechtgelaunte Diensleister, überfüllte Märkte, Strände und Straßen.

Meine eigene schlechte Laune wegen der vielen ollen bräsigen Tagestouristen, die sich durch unser sommerliches Bodenseestädtchen pressen, mit miesem, Hauptsache billigen Essen zufrieden sind (und so die Gastronomie ruinieren). Meine geliebte einfältige Fernsehsendung, in der die Leute Dinge verkloppen, die seit siebzehn Generationen in Familienbesitz sind (jaja die, echt): Das Geld kommt in die Reisekasse. Alle auf Achse. Die will ich auch nicht treffen.

Ich war in Porto (voll toll), wieder auf Malle in diesem Jahr (oioioi, es scheint, als seien die Gruppenreisen des Damenkränzchens nun endgültig überstanden), in Bern und auf Ibiza (nix für mich).

Overtourism. Beschäftigt mich nun schon eine Weile. Klimadings sowieso.

Also, nächstes Jahr, vielleicht mal kurz in die Berge im Winter (wegen Winter und um die guten Kleider mal auszulüften ohne Ski) und im November auf die Biennale, darauf will ich nicht verzichten. Venedig im November ist halt unverzichtbar. Und ganz vielleicht noch nach Yorkshire. Da gibt es vermutlich keinen Overtourism.

Ansonsten mit dem Pferd herumreiten. Mit den Mistkötern spazieren. Gemüse anbauen. Apropos.

Velkomin


Am saudummen Black Friday hab ich ein freundliches verschmitztes isländisches kleines weisses Pferd gekauft. Aus so komplizierten wie langweiligen Gründen wird es erst im Frühling hierher ziehen.

Aufab

Heute war endlich ein Stiglitz da.

Und die Reste des toten Reihers wurden gefunden. Nicht von mir. Vielleicht schaffe ich es morgen dahin.

Keine Enten. Dafür frisst jetzt überhaupt niemand das Froschlaich weg.

Seit

dem erneuten Wintereinbruch hab ich im Wald viel Futter verteilt. Morgens ist immer alles weg. Keine Spur vom Reiher.





Das ist irgendein Raubvogel.

Und die Haubenmeise war gestern da :D

Am Haus (im Laufe des Winters) gesehen:
Kolmeisen
Blaummeisen
Tannenmeisen
Sumpf- oder Weidenmeisen
Haubenmeisen
Schwanzmeisen (einmal)
Dompfaffen
Buchfinken
Grünfinken (?)
Zeisige
Kernbeisser (zwei Mal)
Buntspechte
Mittelspechte
Rotkehlchen
Feldsperlinge
Amseln
Wachholderdrossel (einmal)
Heckenbraunelle
Eichelhäher

Vermisst:
Stiglitz
Grünspecht