Kabutt




Erst der Rohrbruch (Kupferrohr Kalk Überschwemmung, ein Glück haben wir zu viele Zimmer, da kommt es auf ein/zwei nicht so an). Decke raus. Alle Handwerker rollen mit den Augen, weil ich meine Badezimmerkacheln behalten will … DIE?


Dann der Greisin zur Liebe unter Erleidung größter Qualen die Douglasie absägen lassen. Und siehe da: Wie so oft hatte sie eine gute Intuition: Faul. Wäre uns dann wohl doch mal auf’s Haus gekippt. Der Baummann hat gesagt: Faule Tanne (es steht 50:50) riecht wie Katzenklo. Und siehe da: Es riecht wie Katzenklo. Trotzdem: Soifz.

Und jetzt möchte ich bitte eine Weile keine Kerle in Arbeitskleidung mehr sehen. So ein zwei Tage. Danke.

Reisen


Nicht nur die letzte Reise. Die war nett, aber langweilig. Nicht nur, dass die Greisin inzwischen über Nichtigkeiten die Nerven verliert und auch Haushüter sie total aus dem Rythmus bringen. Auch nicht nur das kleine weisse Pferd, das im Wald rumrennen soll. Auch die Erinnerungen an schlechtgelaunte Diensleister, überfüllte Märkte, Strände und Straßen.

Meine eigene schlechte Laune wegen der vielen ollen bräsigen Tagestouristen, die sich durch unser sommerliches Bodenseestädtchen pressen, mit miesem, Hauptsache billigen Essen zufrieden sind (und so die Gastronomie ruinieren). Meine geliebte einfältige Fernsehsendung, in der die Leute Dinge verkloppen, die seit siebzehn Generationen in Familienbesitz sind (jaja die, echt): Das Geld kommt in die Reisekasse. Alle auf Achse. Die will ich auch nicht treffen.

Ich war in Porto (voll toll), wieder auf Malle in diesem Jahr (oioioi, es scheint, als seien die Gruppenreisen des Damenkränzchens nun endgültig überstanden), in Bern und auf Ibiza (nix für mich).

Overtourism. Beschäftigt mich nun schon eine Weile. Klimadings sowieso.

Also, nächstes Jahr, vielleicht mal kurz in die Berge im Winter (wegen Winter und um die guten Kleider mal auszulüften ohne Ski) und im November auf die Biennale, darauf will ich nicht verzichten. Venedig im November ist halt unverzichtbar. Und ganz vielleicht noch nach Yorkshire. Da gibt es vermutlich keinen Overtourism.

Ansonsten mit dem Pferd herumreiten. Mit den Mistkötern spazieren. Gemüse anbauen. Apropos.

Velkomin


Am saudummen Black Friday hab ich ein freundliches verschmitztes isländisches kleines weisses Pferd gekauft. Aus so komplizierten wie langweiligen Gründen wird es erst im Frühling hierher ziehen.

Hundstage

Ok, kleine Aktualisierung: Wir haben acht neue Zwischenmieter, drei Muttis mit fünf Kindern. Sie haben viel Hunger und es gibt wenig zu fressen … Wegen Dürre. Aber wenn sie nich hier wären, wären sie bereits gemeuchelt. Wegen Dürre.

Ha. Wenigstens die mögen das Wetter.

Manche nennen es unordentliche Wildnis, ich nenne es total ergiebigen Gemüsegarten. Mit alles was Mensch und Hummel braucht.

Nette Hunde in Savanne.

Aufab

Heute war endlich ein Stiglitz da.

Und die Reste des toten Reihers wurden gefunden. Nicht von mir. Vielleicht schaffe ich es morgen dahin.

Keine Enten. Dafür frisst jetzt überhaupt niemand das Froschlaich weg.

Seit

dem erneuten Wintereinbruch hab ich im Wald viel Futter verteilt. Morgens ist immer alles weg. Keine Spur vom Reiher.





Das ist irgendein Raubvogel.

Und die Haubenmeise war gestern da :D

Am Haus (im Laufe des Winters) gesehen:
Kolmeisen
Blaummeisen
Tannenmeisen
Sumpf- oder Weidenmeisen
Haubenmeisen
Schwanzmeisen (einmal)
Dompfaffen
Buchfinken
Grünfinken (?)
Zeisige
Kernbeisser (zwei Mal)
Buntspechte
Mittelspechte
Rotkehlchen
Feldsperlinge
Amseln
Wachholderdrossel (einmal)
Heckenbraunelle
Eichelhäher

Vermisst:
Stiglitz
Grünspecht

Also

hab dem Mr. Reiher noch ein paar Fischabfälle hingelegt. Auf jeden Fall haben sich Fuchs und (Rot-)Milano bedient. Viele Bilder vom 6. März, seitdem keine Spur. Wollen wir hoffen, er hat was besseres zu tun.

Am 7. fluxi nach Berlin gereist und nach einigen anfänglichen Hindernissen (ich wollte die Sache mit der Zwischenmenschlichkeit langsam angehen und hatte für die erste Nacht ein Hotelzimmer gebucht): Wie, ne, da haben wir nix Buchungsmäßiges von Ihnen (und ich nix dabei). Ein Glück war ich in B. und nicht in Kuala Lumpur, so war schnell eine private Lösung gefunden.

Und dann am Geburtstag schön mit alten Freunden verhockt. Erst hier, (wo wir großartig aßen) dann im Schwarzsauer, viel zu lang mit viel zu viel Bier. Wunderbar.

Ein bisschen gesund gegengesteuert mit koreanischem Essen, aber dann ziemlich nahtlos hier weitergemacht (und die jüngsten gewesen, hihi). Wieder alte Geschichten und tschechisches Bier.


Hab zwar noch ein bisschen Ausstellung geglotzt, aber festgestellt, dass ich am Tollsten an Berlin Freunde kuscheln und asiatisches Essen finde. Jaja, weder eine neue, noch eine spektakuläre Erkenntnis.

Und jetzt wieder aufm Berg, mit Schnee, bäh. Dennoch wohlgelaunt.

Tiere mit Flügeln

Heute ist ein trauriger Tag. Zuerst habe ich heute morgen eine tote Dompfaffendame (Dompfäffin?) gefunden. Das ist deshalb besonders traurig, weil Mann und Frau bei diese Art immer beieinander sind. Ich bin sicher, sein Herz ist gebrochen. Meines auch.

Ausserdem habe ich seit einer Woche keine Haubenmeise gesehen.
Hoffentlich nicht erfroren. Ach.

Gestern haben die blöden Köter den Fischreiher gejagt und ich dachte immer: Warum fliegt er denn nicht richtig weg? Irgendwann hatte ich meine Idioten eingefangen. Zuhause habe ich dann einen Artikel über einen verhungerten Bussard gelesen. Da habe ich es dann kapiert. Er hat Hunger. Er ist schwach. Ich habe dann extrem mühevoll (fragense nich) etwas Fisch gekauft. Ich hoffe, er schafft es. Er ist noch immer da und sehr verlangsamt. Morgen besorge ich noch was. Achach.

Der Kernbeisser war da (erst das zweite Mal) und eine Horde fröhlicher Schwanzmeisen. Vermochte mich wenig aufzuheitern.