Kategorie-Archiv: Liebe

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u.a. aus Berlin. Tolle Karte, tolle Krähe, sage ich zu Entenbäumchen. Ich finde, die sieht aus wie Du, sagt sie. Und ich finde, sie hat recht <3. Ich sehe mit großem Vergnügen so aus.
© R. Hurzlmeier

Und noch mehr tolle Post. Schon lange her, ich hab mich sooo gefreut!
Danke Mr. Kid, Danke Frau Wiesel. Schönes Internet!

Bitte seien Sie nachsichtig mit mir.

Reisen


Nicht nur die letzte Reise. Die war nett, aber langweilig. Nicht nur, dass die Greisin inzwischen über Nichtigkeiten die Nerven verliert und auch Haushüter sie total aus dem Rythmus bringen. Auch nicht nur das kleine weisse Pferd, das im Wald rumrennen soll. Auch die Erinnerungen an schlechtgelaunte Diensleister, überfüllte Märkte, Strände und Straßen.

Meine eigene schlechte Laune wegen der vielen ollen bräsigen Tagestouristen, die sich durch unser sommerliches Bodenseestädtchen pressen, mit miesem, Hauptsache billigen Essen zufrieden sind (und so die Gastronomie ruinieren). Meine geliebte einfältige Fernsehsendung, in der die Leute Dinge verkloppen, die seit siebzehn Generationen in Familienbesitz sind (jaja die, echt): Das Geld kommt in die Reisekasse. Alle auf Achse. Die will ich auch nicht treffen.

Ich war in Porto (voll toll), wieder auf Malle in diesem Jahr (oioioi, es scheint, als seien die Gruppenreisen des Damenkränzchens nun endgültig überstanden), in Bern und auf Ibiza (nix für mich).

Overtourism. Beschäftigt mich nun schon eine Weile. Klimadings sowieso.

Also, nächstes Jahr, vielleicht mal kurz in die Berge im Winter (wegen Winter und um die guten Kleider mal auszulüften ohne Ski) und im November auf die Biennale, darauf will ich nicht verzichten. Venedig im November ist halt unverzichtbar. Und ganz vielleicht noch nach Yorkshire. Da gibt es vermutlich keinen Overtourism.

Ansonsten mit dem Pferd herumreiten. Mit den Mistkötern spazieren. Gemüse anbauen. Apropos.

Velkomin


Am saudummen Black Friday hab ich ein freundliches verschmitztes isländisches kleines weisses Pferd gekauft. Aus so komplizierten wie langweiligen Gründen wird es erst im Frühling hierher ziehen.

Passiert

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Am Freitag ist es soweit. Es bricht mir das Herz. Wie immer hatte ich es unmäßig an etwas, an jemanden gehängt, gar nix mit abgeklärter ehrenamtlicher Hilfestellung und so.

Umzug nach Düsseldorf. M. hat angeblich Arbeit gefunden und eine Wohnung. Ich habe heute die neue Adresse heute gegugelt, sie ist in der Nähe des Bahnhofs an einer vierspurigen Straße, kein Baum weit und breit. Ich bin so wütend und unglücklich, dass ich Esra in ihrem viel größeren Unglück alleingelassen habe. ich konnte nicht da hin. Andere Leute haben den Strom abgemeldet, das Internet und so weiter. Heute habe ich mir endlich ein Herz gefasst und bin hingefahren, wir haben bisschen geheult zusammen und sie hat gesagt, es sei für sie fast so schlimm wie aus Syrien weg zu gehen. Das hat natürlich alles nur noch oller gemacht.

Ich kann M. nicht in die Augen schauen. Ich muss mich zusammenreißen, ihn nicht zu ohrfeigen, bin ich doch sicher, dass er Unglück über seine Familie bringt. Aber vielleicht ja auch nicht. Vielleicht wird alles gut. Gerät der pubertierende Sohn nicht auf Abwege, vielleicht leben sich die beiden Mädchen, die die Tiere so lieben und den Wald, rasch ein an der vierspurigen Straße am Hauptbahnhof von Düsseldorf. Kann ja sein. Ach Scheisse.

Ich säh Blumen.