Kategorie-Archiv: Über Alles

Dogdiaries

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Ich denke, so gut wie der hat mich noch niemand gekannt. Fühle mich immer wieder bei rituellen Eigenheiten ertappt, die mir selbst nicht auffielen, der Köter jedoch gleich weiss, was als nächstes kommt. Oder Sachen, die ich immer an der selben Stelle sage. Dann nickt er und gähnt. Und zwinkert fast unmerklich.

Die Heckenbraunelle kommt wieder, vielleicht ist sie sogar eine Alpenbraunelle.

Wieder einmal an der Deutung menschlichen Verhaltens gescheitert. Eigentlich kann ich mich drauf verlassen, dass ich immer in beide Richtungen falsch liege:
Oh, x ist sauer, was habe ich falsch gemacht = Alles ist in bester Ordnung mit x.
Alles ist in bester Ordnung mit x = x ist beleidigt wegen irgendetwas, an das ich mich nicht mal erinnern kann.

Dieses Unvermögen bringt mich dauernd in Schieflage, ich grüble und analysiere grundlos für Stunden. Oder eben nicht, wenn es angebracht wäre.

Soifz.

So

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Den ersten Eisvogel in meinem Leben gesehen. Die Greisin auch.

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Mich seit 25 Jahren nach Fritz Hansen gesehnt. Nun ist er da und die Freude entspricht nicht der Sehnsucht. Passiert in letzter Zeit öfter.

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Die Greisin hat sich den Oberschenkelhals gebrochen. Im weiteren Sinne sind alle in diesem Haushalt lebenden Personen daran schuld. Und ich war da gerade in London. Dann nur für 24 Stunden. Es wächst langsam zusammen. Sie ist sehr tapfer.

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Ein neues Auto habe ich auch. Angeblich kann es Winter, wir sind gespannt. Es ist sehr hässlich, aber es fährt super.

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Ich bin sehr beschäftigt. Auch mir selbst.

Lange Nächte

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Anlässlich des sich heute ermüdend jährenden Ereignisses hat mir die großartige Ulli Lust ein Porträt geschickt, welches sie vor über tausend Jahren von mir anfertigte. Wie man sieht, war ich mal ein übernächtigter Nerd. Mit Rollkragen.

Ich freu‘ mich sehr!

Jaja

Ich könnte mich jetzt damit rausreden, dass man sich hier Postkarten gewünscht hat. Ich kann dabei einfach zugeben, dass ich mich mal wieder Ihrer Zuneigung versichern wichtig machen wollte.

Ich war verreist. In der Schweiz. Wie man schlecht sieht. Und habe …
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… einen kleinen Spaziergang in die eigene Vergangenheit gemacht.

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… das Cabaret Voltaire, den „… Geburtsort des Dadaismus … “ betrachtet.

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… kurz in die Kronenhalle gelinst. Ach, wenn ich einmal reich wär‘ …

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Bei solchen Käseabteilungen kann das KdW noch so schön einpacken.

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… abends in Frau Gerolds Garten ordentlich Käsefondue eingepfiffen.
So sieht also die Zürcher Subkultur heute aus.

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Und so ganz früher.

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Schön war’s. Und schön sauber.

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Lieber Baummann,

da ich Dich telefonisch leider nicht erreichen kann, ich habe es unzählige Male auf beiden Nummern versucht, also schriftlich: Ich bin immer noch absolut geschockt über das, was am Dienstag passiert ist: Ihr habt die Kastanie abgesägt.

Vor ungefähr 20 Jahren hat meine Mutter diese Kastanie aus einer Nuss gezogen und sie war ihr Ein und Alles. Diese ganzen Stutzaktion war unter anderem dafür da, dass diese Baum wieder etwas mehr Luft hat. Ich glaube wir beide hatten sogar darüber geredet. Jedenfalls war das der Baum, dem auf keinen Fall etwas hat etwas hätte zustoßen dürfen.

Links und rechts von der Kastanie stehen ein paar kranke Eschen, die habt Ihr nicht angerührt, genauso wenig wie die überall angesähten Bergahorne.

Mir ist nach wie vor völlig rätselhaft, was passiert ist. Wir hatten doch ganz deutlich besprochen, dass an den Bäumen nichts gemacht wird. Und falls etwas notwendig gewesen wäre, hätte man das auf jeden Fall mit mir klären müssen.

Jedenfalls sind hier viele Tränen geflossen, wie Du Dir ja vorstellen kannst. Es ist nun geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ich weiß auch nicht genau, was wir jetzt tun sollen.

Ratlos, Montez

Nix

Alle, auch ich, haben es ja gemerkt, hier passiert erst mal nix mehr. Es gibt keine schlechten oder guten Nachrichten, ich hab grad einfach keine Lust. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, die hat mir viel bedeutet.

M.