Archiv für den Monat: Dezember 2018

Kabutt




Erst der Rohrbruch (Kupferrohr Kalk Überschwemmung, ein Glück haben wir zu viele Zimmer, da kommt es auf ein/zwei nicht so an). Decke raus. Alle Handwerker rollen mit den Augen, weil ich meine Badezimmerkacheln behalten will … DIE?


Dann der Greisin zur Liebe unter Erleidung größter Qualen die Douglasie absägen lassen. Und siehe da: Wie so oft hatte sie eine gute Intuition: Faul. Wäre uns dann wohl doch mal auf’s Haus gekippt. Der Baummann hat gesagt: Faule Tanne (es steht 50:50) riecht wie Katzenklo. Und siehe da: Es riecht wie Katzenklo. Trotzdem: Soifz.

Und jetzt möchte ich bitte eine Weile keine Kerle in Arbeitskleidung mehr sehen. So ein zwei Tage. Danke.

Reisen


Nicht nur die letzte Reise. Die war nett, aber langweilig. Nicht nur, dass die Greisin inzwischen über Nichtigkeiten die Nerven verliert und auch Haushüter sie total aus dem Rythmus bringen. Auch nicht nur das kleine weisse Pferd, das im Wald rumrennen soll. Auch die Erinnerungen an schlechtgelaunte Diensleister, überfüllte Märkte, Strände und Straßen.

Meine eigene schlechte Laune wegen der vielen ollen bräsigen Tagestouristen, die sich durch unser sommerliches Bodenseestädtchen pressen, mit miesem, Hauptsache billigen Essen zufrieden sind (und so die Gastronomie ruinieren). Meine geliebte einfältige Fernsehsendung, in der die Leute Dinge verkloppen, die seit siebzehn Generationen in Familienbesitz sind (jaja die, echt): Das Geld kommt in die Reisekasse. Alle auf Achse. Die will ich auch nicht treffen.

Ich war in Porto (voll toll), wieder auf Malle in diesem Jahr (oioioi, es scheint, als seien die Gruppenreisen des Damenkränzchens nun endgültig überstanden), in Bern und auf Ibiza (nix für mich).

Overtourism. Beschäftigt mich nun schon eine Weile. Klimadings sowieso.

Also, nächstes Jahr, vielleicht mal kurz in die Berge im Winter (wegen Winter und um die guten Kleider mal auszulüften ohne Ski) und im November auf die Biennale, darauf will ich nicht verzichten. Venedig im November ist halt unverzichtbar. Und ganz vielleicht noch nach Yorkshire. Da gibt es vermutlich keinen Overtourism.

Ansonsten mit dem Pferd herumreiten. Mit den Mistkötern spazieren. Gemüse anbauen. Apropos.