Kategorie-Archiv: Wehwehchen

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u.a. aus Berlin. Tolle Karte, tolle Krähe, sage ich zu Entenbäumchen. Ich finde, die sieht aus wie Du, sagt sie. Und ich finde, sie hat recht <3. Ich sehe mit großem Vergnügen so aus.
© R. Hurzlmeier

Und noch mehr tolle Post. Schon lange her, ich hab mich sooo gefreut!
Danke Mr. Kid, Danke Frau Wiesel. Schönes Internet!

Bitte seien Sie nachsichtig mit mir.

Jahresendding

Geliehen vom Wortschnittchen.

Zugenommen oder abgenommen (die war ja eigentlich rausgeflogen)?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Mal so, mal so. Tendenziell länger? Hmm.

Mehr bewegt oder weniger?
Haha. Zeitweise gar nicht. Aber drumrum oft geritten. Yiha.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. Oder?

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Diese Prinzessin ist teuer. Immer noch.

Der hirnrissigste Plan?
Nach dem Blasenstent mit dem Zug/Bus nach Hause zu fahren.

Die gefährlichste Unternehmung?
Vier Stunden OP. Bauch auf, Wackersteine raus, Bauch zu.

Die teuerste Anschaffung?
Immer noch der Gaul. Und alles drumrum.

Das leckerste Essen?
Pasta mit weissem Trüffel, hier, kurz vor der Apokalypse.

Das berührendste Buch?
Die hellen Tage. Zsuzsa Bánk. Zumindest die erste Hälfte.

Das schönste Buch?
Dieter Roth. Interviews. Immer zu geizig gewesen. Jetzt endlich gekauft.

Die schönste Ausstellung?
Keine einzige Ausstellung ausser Arsenale. Und das fand ich grässlich.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Trotzki, Josefine und der Greisin. Mir. Wie immer.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Dem Frisör. Und der Reitlehrerin.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Fickkackscheissdreck. Aua. Menno.

2019 zum ersten Mal getan?
Aus einem Schnabelbecher trinken.
Mit einem Rollator laufen.
Mit so Gummiüberziehern in V. rumwaten.
Bodenarbeit.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Vollnarkose.
Vorzeitig abreisen.
Weissen Trüffel essen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Unklare/ungute Diagnosen.
Acqua Alta.
MS.

Die wichtigste Sache, von der mich jemand überzeugen wollte?
Lassen Sie das mal operieren. Wir wissen nicht, was das ist. Oké.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
?

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Liebe. Durchhaltevermögen. Freundschaft.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es ist alles gutartig. Das Antibiotikum hat angeschlagen.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das kriegen wir hin.

2019 war mit einem Wort …?
Saublöd.

In Bildern durch das Montezjahr


Was für ein verficktes Kackjahr.

Gefühlt habe ich den gesamten Sommer in einer Uniklinik verbracht. So war es natürlich nicht, aber es war so, dass eine Routinekontrolle bei der Frauenärztin, eine Kette von Reaktionen ausgelöst hat, die mir seinerzeit schon hysterisch vorkamen, aber wer will schon über Krebs klugscheissen, dann sich alles Geahnte letzten Endes glücklicherweise als gutartig (jaja) herausgestellte. Zwar mit einem knapp 30 cm Längsschnitt (gelernt) und dem Verlust einiger Organe vorläufig endete, aber die zwei Vollnarkosen und das ganze Drumrum haben mich dann noch die zweite Jahreshälfte beschäftigt.

Mit Prinzessin H. läuft es auch ganz und gar nicht wie geplant und es scheint, als müsse ich da jetzt mal ein paar unerfreulicher Tatsachen ins Gesicht sehen. Au weia. Schieben wir noch einen Moment

Und dann habe ich im Herbst noch nach zwei abgesagten (s.o.) eine kleine Reise nach Venedig angetreten um u.a. noch fluxi die Biennale zu bestaunen, als justament der alte Montez, der ja seit gut zehn Jahren für mein Reisewetter zuständig ist, die Serenissima (entweder absichtlich oder nicht) in einem Jahrhunderthochwasser versenkte. Das war erstmal kurz ein Abenteuer und dann sehr rasch ein sehr erschütterndes und deprimierendes Erlebnis. Von den praktischen Erschwernissen (Strom, warmes Wasser, Kaffee, Essen?) mal ganz abgesehen. So reiste ich nach einer halben Ausstellung (laut, grell, oll, ich wünsche mir mehr Poesie, aber vielleicht ist die Zeit von Poesie halt vorbei) wieder ab, statt ein paar Tage in Schönheit zu vertrödeln, unterbrochen von gutem Essen (ja, das geht sogar in V.).

Darüber hinaus passierten noch allerhand unerfreuliche Dinge, sicher auch erfreuliche, die hab ich aber vergessen.

2018. 20172016. 2015. 2014. 2013. 2012.

Alle Jahre wieder

Geliehen vom Wortschnittchen.

Zugenommen oder abgenommen? (die war ja eigentlich rausgeflogen)
Voll zugenommen. Meine Theorie (ich mache nix anders): Die Stallarbeit fehlt.
Kommt aber ja bald wieder.

Haare länger oder kürzer?
Gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. Glaub ich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Oh, die isländische Prinzessin ist seeehr teuer. Immer noch.

Der hirnrissigste Plan?
Über die felsige ibizenkische Halbinsel zu klettern. Trotz Wanderstöcken.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mengenweise fremde Pferde zu reiten.

Der beste Sex?
Hihihahahoho.

Die teuerste Anschaffung?
Das erste Tier mit Stammbaum und so. Ging nicht anders.

Das leckerste Essen?
Weiss nicht. Egal. Ne zu meinem Geburtstag im Neugrün. Oder da.

Das berührendste Buch?
Berlin liegt am Meer. Frau M. ist hier aufgewachsen. In dem 200-Seelen-Nestchen nebenan.

Das schönste Buch?
Kein schönes neues Buch gekauft? Skandal!

Die schönste Ausstellung?
Harald Szeemann: Grossvater: Ein Pionier wie wir.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pepone Zeppelin Trotzki, Fräulein Josefine und der Greisin. Tja, so isses.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Besuch.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Aaaah, kann ich nicht mehr. Oder? Naja, ein bisschen … Geht doch!

2018 zum ersten Mal getan?
Getöltet. Naja, eigentlich zum zweitenmal.
Aufgegeben (einen Aufstieg).
Durchgehalten und gewonnen (einen Arbeitsstreit).
Porto Tonico getrunken.
In Bern gewesen.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Geritten.
Geritten.
Geritten.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ach. Blöde Krankheit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich schaff das mit dem Galoppieren.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das eine oder andere, ich gebe mir immer viel Mühe. Mir: Das Pferd.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit und Geduld. Und viele andere tolle!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wenn Du auf dem Pferd sitzt, sieht man gar nix.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich nehme es.

2018 war mit einem Wort …?
Ponylastig. Jiha!

Ach

Entweder es wurde nicht genug Daumen gedrückt
Oder aber ich merke erst später, dass es geholfen hat.
Oder am Ende nützt das vielleicht gar nichts.
Gestern war ich jedenfalls beim Arzt und er hat mir nichts Erfreuliches erzählt.

Aber genau rechtzeitig, nämlich danach, als ich nach Hause kam, erreichte mich eine Postkarte über die ich mich unbändig gefreut habe (und noch freue):

Und zum Trost habe ich mir eine AlbrechtDürerTelefonhülle machen lassen:

Und weils so schön ist …

… gibt es hier Neues vom Baummarder

Und: EINE MAUS, EINE MAUS!

Aber die eigentliche Sensation überhaupt war,  dass auch endlich wir einen Kernbeisser an unserem Futterhaus hatten.
Ich war in dieser Sache schon sehr eifersüchtig. Auf alle.
Natürlich gibt es davon kein Bild.

Ansonsten hätten die Greisin heute wiedermal eine Augenoperation. Alles scheint gut gegangen zu sein (zähes Luder). Und ich hab mit meiner vorsichtigen telefonischen Frage gestern beim Neurologen eine Panikkette ausgelöst, hoffen wir mal, dass die Unrecht haben. Morgen früh wissen wir mehr. Drücken Sie mir die Daumen.

Freitagstexter

So. Wir machen das nun kurz und schmerzlos: Mein Bild hat offenbar nicht gefallen. Nichts destotrotz und umso schöner, dass DEN sehr gelungenen Beitrag von Frau Pfefferoni gibt:

Während Engels noch über die Einleitung seines neuen Buches sinnierte, amüsierte sich Karl, die Möwe, über diese geisterhaft wandelnde Gestalt… Störtebeker nannten sie ihn.

Freitagstexter

Danke sehr! Hiermit überreiche ich feierlichste den Pokal und bin froh, dass es vorbei ist. Viel Erfolg!

Das Letzte

1. Tag

Früh morgens. Komme runter in die kalte Küche, nachdem ich ab 6 Uhr Korrekturen in der Mikrofinanzierungsbroschüre gemacht habe. Die Greisin sitzt käsig am Tisch. Kein Feuer? Schwindlig sei ihr, sagt sie, und sie sehe alles doppelt. Noch vor dem Frühstück über den Hausarztumweg in die Klinik. Ihr ist bald besser.

Da war Qualm in der Küche, hab versucht noch schnell ein Feuer zu machen, Tür aufgelassen, sind ja gleich zurück. Von wegen.

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Als ich heimkomme: Bombeneinschlag. Die fette weisse Heimsuchung hat den Tisch abgeräumt. Tomaten. Brot. Rote Betehummus. Zum Schluss noch das rosa Maul sorgfältig an der Tischdecke abgewischt. Auf dem Rausweg: Hundetrockenfutter, Katzentrockenfutter, Vogelfutter, Linsen. Bitte keine Kolik, das fehlt noch …

Ausser einer kaputten leeren Bierflasche nur Chaosschäden. Ich muss trotz allem sehr lachen.

Abends Pizza und Rotwein mit den Guten. Sehr erschöpft. Racletteverabredung für den nächsten Abend.

2. Tag

Die Greisin hängt noch immer an summenden Maschinen, ist aber ganz fidel. Ich hab den Hund im Auto, will noch ein paar Schritte gehen, schöne Gegend hier. Komisch, seit wann ist hier ein Berg? Gut, dass da ne Bank steht.

Absage Essensverabredung wegen Erschöpfung.

3. Tag

Greisin auf Normalstation verlegt, ist fröhlich. Ich wacklig.

Abends bequatscht von der ganzen Mannschaft Sternerestaurant in KN, hänge an Bubis Arm. Essen schmeckt.

4. Tag

Greisin darf heim. Ich schwanke. Viel Bett.

5. Tag

Viel Bett.

6. Tag

Mit der Greisin zum Arzt. Icke direkte Einweisung.

7. Tag

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Statt nach Thüringen und Berlin reise ich nach Allensbach. Am selben Tag noch 1000 mg Cortison intravenös.

8. Tag

1000 mg Cortison intravenös. Decke anglotzen. Reicht.

9.Tag

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1000 mg Cortison intravenös. Kann einigermassen geradeauslaufen. Finde, ein Ausflg ins Dorf sei angebracht, wegen Sahnetorte. Auf dem Weg Blümchen gepflückt, was ins Auge bekommen, grosse Aufregung ausgelöst. Mit dem Taxi zurück. Ja, eigentlich weiss das die Chefbotanikerin, dass Wolfsmilch giftig ist. War wohl mit den Gedanken woanders …

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10. Tag

1000 mg Cortison intravenös. Schlapp. Besuch. Schön.

11. Tag

Heim. Wie sehr ich meinen Lebensplan ohne diese beschissenen Krankheit gemacht habe. Die Trotzkirunde geht mit Ach und Krach. Hey, das ist doch was.

12. Tag.

Heute. Jaja. Geht schon. Das muss wieder werden, bitteschön! Ja?