Archiv für den Autor: montez

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u.a. aus Berlin. Tolle Karte, tolle Krähe, sage ich zu Entenbäumchen. Ich finde, die sieht aus wie Du, sagt sie. Und ich finde, sie hat recht <3. Ich sehe mit großem Vergnügen so aus.
© R. Hurzlmeier

Und noch mehr tolle Post. Schon lange her, ich hab mich sooo gefreut!
Danke Mr. Kid, Danke Frau Wiesel. Schönes Internet!

Bitte seien Sie nachsichtig mit mir.

Was ich nicht mehr hören lesen sehen möchte

So. Für große Empörung fühle ich mich nicht gut genug, aber zum Augenrollen reicht es:

Plüschpopo (Hummel)
Flykskam/Flugscham
Klartext
Davon mal ganz abgesehen
Komfortzone
Verfüllen
Okboomer
Klimalüge
Minimalismus
Merkste selber
Umweltsau
Insta-Story
Nice to Have
Ich kann so nicht arbeiten
Ja nee, ist klar
Da bin ich fine mit
Zeitfenster
Ein/ eineinhalb X Mal/ so groß wie 50/100 oder was weiss ich wieviel Fussballfelder/Belgien die Schweiz usw. usf. (kann sich jemand eine Fläche so besser vorstellen?)

Ich kann so nicht arbeiten. Mehr gesammelte Abscheulichkeiten gibt es hier.

Jahresendding

Geliehen vom Wortschnittchen.

Zugenommen oder abgenommen (die war ja eigentlich rausgeflogen)?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Mal so, mal so. Tendenziell länger? Hmm.

Mehr bewegt oder weniger?
Haha. Zeitweise gar nicht. Aber drumrum oft geritten. Yiha.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. Oder?

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Diese Prinzessin ist teuer. Immer noch.

Der hirnrissigste Plan?
Nach dem Blasenstent mit dem Zug/Bus nach Hause zu fahren.

Die gefährlichste Unternehmung?
Vier Stunden OP. Bauch auf, Wackersteine raus, Bauch zu.

Die teuerste Anschaffung?
Immer noch der Gaul. Und alles drumrum.

Das leckerste Essen?
Pasta mit weissem Trüffel, hier, kurz vor der Apokalypse.

Das berührendste Buch?
Die hellen Tage. Zsuzsa Bánk. Zumindest die erste Hälfte.

Das schönste Buch?
Dieter Roth. Interviews. Immer zu geizig gewesen. Jetzt endlich gekauft.

Die schönste Ausstellung?
Keine einzige Ausstellung ausser Arsenale. Und das fand ich grässlich.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Trotzki, Josefine und der Greisin. Mir. Wie immer.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Dem Frisör. Und der Reitlehrerin.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Fickkackscheissdreck. Aua. Menno.

2019 zum ersten Mal getan?
Aus einem Schnabelbecher trinken.
Mit einem Rollator laufen.
Mit so Gummiüberziehern in V. rumwaten.
Bodenarbeit.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Vollnarkose.
Vorzeitig abreisen.
Weissen Trüffel essen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Unklare/ungute Diagnosen.
Acqua Alta.
MS.

Die wichtigste Sache, von der mich jemand überzeugen wollte?
Lassen Sie das mal operieren. Wir wissen nicht, was das ist. Oké.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
?

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Liebe. Durchhaltevermögen. Freundschaft.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es ist alles gutartig. Das Antibiotikum hat angeschlagen.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das kriegen wir hin.

2019 war mit einem Wort …?
Saublöd.

Ernte 2019


Das Gartenjahr war natürlich auch anders. Zwar war vor dem großen Ausfall schon alles gepflanzt (ein Glück) und musste nur noch geerntet werden, aber ich war im Frühjahr ja reiterlich verunfallt und ziemlich bewegungsunfähig. So hat der A. die Tomaten für mich gesetzt (und dann aus den unten stehenden Gründen auch wieder abgeräumt). Puh.

Ackersalat: Ein bisschen
Auberginen: Drei kleine. Immerhin.
Broccoli: Ganz ok.
Blumenkohl: Der blieb mini irgendwie. Puppenstubenblumenkohhl.
Buschbohnen (grüne/gelbe): Gut
Chilli: Die meisten aben die Mäuse verzehrt, sogar Jalepeno. Hihi.
Endivien: Nada
Erbsen: Das war mal gut. Hm.
Hokaido: Nicht gepflanzt.
Kartoffeln: Wild, drin gelassen. Wieder.
Knobblauch: Find ich nimmer. Wo waren die? Wieder.
Kohlrabi: Gut.
Kopfsalat: Im Frühjahr.
Lollo Rosso usw.: Gut.
Mohrüben: Klein, aber viele.
Paprika: Ein paar.
Porree: Supi.
Radieschen: Yay.
Rosenkohl: Mini. Mäuseopfer.
Rote Bete: Ok. Geerntet und dann verschenkt.
Rotkraut: Ts.
Ruccola: Riesig.
Schlangengurken: OK. Lange Pause.
Sellerie: Gut.
Tomaten: Ok.
Weisskraut: Gefressen von Tieren.
Wirsing: Ebenso.
Zucchini, gelbe: Ok.
Zucchini, grüne runde: Ok.
Zuckerschoten: Siehe Erbsen.
Zwiebeln (rote/weisse): Ok, ziemlich klein.

In Bildern durch das Montezjahr


Was für ein verficktes Kackjahr.

Gefühlt habe ich den gesamten Sommer in einer Uniklinik verbracht. So war es natürlich nicht, aber es war so, dass eine Routinekontrolle bei der Frauenärztin, eine Kette von Reaktionen ausgelöst hat, die mir seinerzeit schon hysterisch vorkamen, aber wer will schon über Krebs klugscheissen, dann sich alles Geahnte letzten Endes glücklicherweise als gutartig (jaja) herausgestellte. Zwar mit einem knapp 30 cm Längsschnitt (gelernt) und dem Verlust einiger Organe vorläufig endete, aber die zwei Vollnarkosen und das ganze Drumrum haben mich dann noch die zweite Jahreshälfte beschäftigt.

Mit Prinzessin H. läuft es auch ganz und gar nicht wie geplant und es scheint, als müsse ich da jetzt mal ein paar unerfreulicher Tatsachen ins Gesicht sehen. Au weia. Schieben wir noch einen Moment

Und dann habe ich im Herbst noch nach zwei abgesagten (s.o.) eine kleine Reise nach Venedig angetreten um u.a. noch fluxi die Biennale zu bestaunen, als justament der alte Montez, der ja seit gut zehn Jahren für mein Reisewetter zuständig ist, die Serenissima (entweder absichtlich oder nicht) in einem Jahrhunderthochwasser versenkte. Das war erstmal kurz ein Abenteuer und dann sehr rasch ein sehr erschütterndes und deprimierendes Erlebnis. Von den praktischen Erschwernissen (Strom, warmes Wasser, Kaffee, Essen?) mal ganz abgesehen. So reiste ich nach einer halben Ausstellung (laut, grell, oll, ich wünsche mir mehr Poesie, aber vielleicht ist die Zeit von Poesie halt vorbei) wieder ab, statt ein paar Tage in Schönheit zu vertrödeln, unterbrochen von gutem Essen (ja, das geht sogar in V.).

Darüber hinaus passierten noch allerhand unerfreuliche Dinge, sicher auch erfreuliche, die hab ich aber vergessen.

2018. 20172016. 2015. 2014. 2013. 2012.

Aus 1 mach 4

Die Dinge fügen sich gerade auf verrückte Art. Ist viel zu mühsam, das alles weitschweifig zu erklären. Nur soviel: Hier wohnen nun vier braune Isländer, oberbrave Therapiepferde, die einer netten Dame und ihren Töchtern gehören, die sich sensationell drum kümmern.

Mit dem Geld, welches ich hierfür bekomme, werde ich demnächst die wilde Prinzessin in ein Gulag schicken, wo Gott G. (meine inzwischen heissgeliebte Reitlehrerin), so das Universum will, ihr und mir Manieren beibringen wird. Drücken Sie die Daumen. Weil sonst. Achja.

Also: ich hab Pferchen ums Haus, wenig Arbeit damit und verdiene sogar noch ein bisschen Geld …

Gemüse, Rosen und alles gedeiht.

Ich lahm, aber fröhlich.

Die Greisin lahm und mäßig fröhlich.

Ansonsten gerade viele Tierärzte, aber alles soweit gut gegangen. Uff.

Notizen


Muss jetzt mal ein paar Sachen aufschreiben.

* Gestern Abend im Glück, der Schweinigel war da (oder jedenfalls irgendein Igel)

* Heute Morgen ein Kuckuck. EIN KUCKUCK!!! Das gab es hier bestimmt 10 Jahre nicht mehr. Hatte neulich schon das Gefühl, einen gehört zu haben, heute Morgen war es hieb- und stichfest. Die Greisin glaubt, ich halluziniere.

* Die Eiche ist umgefallen. Die riesige alte Eiche. Neulich beim Starkregen (Sonntag) habe ich das Ächzen gehört, dachte an eine von den Eschen. Die Eiche. Bin total geschockt

* Am 12.4. vom Pferd gefallen. Ein paar Rippen gebrochen (oder war es geprellt?) jedenfalls Schmerzen aus der Hölle. Grundsatzfragen gestellt. Abwegige Lösungen gefunden. Es bleibt spannend. Das Pferd ist ein Lump. Bin sehr vernarrt.

* Wenig Froschlaich, praktisch kein Krötenlaich

* Viele Weinbergschnecken und noch kein einziges von den fiesen nackigen Arschlöchern gesehen (ein gutes hatte das letzte Jahr also).

Chefboss

Sieht zwar aus wie eine Zuckerschnute (hach), ist aber mit allen Wassern gewaschen. Versucht gerade, seinen neuen Kumpels zu erklären wo’s langgeht. Mit unterschiedlichem Erfolg.

Ich finde sie zum Fressen und freue mich, wie sie sich in unsere Ansammlung von Alphas trefflich einreiht. War ja keine Absicht. Haha.
Das mit dem Reiten sieht hier besser aus, als es ist, rumpelt noch ganz schön. Ansonsten können wir uns ziemlich gut leiden.

Was ich nicht mehr hören lesen sehen möchte

So gleich nochmal,  passend zu meiner Laune:

Kurven
(damit ist in der bunten Presse gemeint, dass man eine Frau zu dick findet: ein sog. Superweib!)

Influencer

Winterwonderland

Pferde und Hunde mit Weihnachtsmannmützen auf. WtF?

Wohnlandschaft 

Jemanden erschrocken haben

Ein Bild (o. ä.) aufgehangen haben

Statement… (-uhr, -schmuck usw.)

Es richtig knallen lassen

Komfortzone

Bowl (überhaupt alles mit Superfood)

Schockverliebt

Gold-Steak

Kraftort (oder auch Wohlfühlort)

Und dann mein Lieblingsunwort wiederma (aus aktuellem Anlas):
BEFÜLLEN Es ist mir nach wie vor völlig rätselhaft, warum es den Menschen heutzutage nicht mehr reicht, etwas zu füllen. Was dieses be präzisieren soll. Kann das mal jemand erklären?

Mehr Ungeheuerlichkeiten gibt es hier.

Falsch verbunden


Und mitten in der Nacht klingelt das Telefon und eine scheppernde Frauenstimme sagt: „This is the landline messageservice of *2: We have a message for you: Oh hallo, we’ll buy for 100 tomorrow“. Usw usf. Immer wieder.

Da schickt jemand seinem Dealer Textnachrichten. Und irgendwie sind wir da reingeraten. Es nervt. Und weckt uns.