Jimmy Coopers Identitätskonflikt

Gestern Abend alte Freunde, Bier, Chips und Quadrophenia (Weihnachtsgeschenk). Merkwürdig, so einen mal wichtigen Coming of Age Film nach 25 Jahren wieder mal anzuschauen.

Immer noch toll: The Who. Und die Steilküste von Brighton (nächstes Mal).
Rätselhaft: Diese Wut auf die Großen und alles was mit ihnen zusammenhängt (die sind aber auch alle schrecklich und blöd da). Klar, die Großen sind wir jetzt selber und machen brav mit, mehr oder weniger. Das Gefühl des Fremdseins im Vertrauten und das Ausmaß an Verzweiflung darüber. Ich weiss nicht mehr, ob ich mich früher in diesem Film besonders verstanden gefühlt oder ob ich mich mehr für die korrekte Modausstattung interessiert habe. Auf jeden Fall fiel mir ein, wie unvorstellbar es einmal war, dass einem egal sein könnte, welche Musik, welche Uniform und welche Fahrzeuge man unbedingt braucht. Ja, die Fahrzeuge. Diese aufgemotzten Roller erinnern mich heute schon sehr an die Mantas meiner Dorfjugend. Bis hin zum Fuchsschwanz.

Aber für einen ganz kurzen Moment fühle ich diesen durch Musik und Drogen aufgestachelten Zorn auf alles, der mich auch noch manchmal leise streift, wenn der schwarze Block an mir vorbei marschiert (ich auf dem Weg zum Bioladen). Wummwummwumm. Utzutzutz.

Und auch vergessen: STING spielt da mit. Haha.

6 Gedanken zu „Jimmy Coopers Identitätskonflikt

  1. montez

    Kleider fand ich mal sehr wichtig. Für Autos habe ich mich nie interessiert, aber der Roller musste schon der richtige sein. Auf keinen Fall aus Plastik!

    Ja, die Musik. Ich kann inzwischen fast ganz ohne auskommen.
    Auch das mal unvorstellbar.

    Antworten
  2. montez

    Juhu! Wann immer eine an mir vorbeistänkert, werd ich sentimental. Dieser Duft. War keine schlechte Zeit. Malossirennsatz und Carbonlüfterrad.

    Antworten
  3. mark793

    (…) wie unvorstellbar es einmal war, dass einem egal sein könnte, welche Musik, welche Uniform und welche Fahrzeuge man unbedingt braucht.

    Beim Thema Klamotten und fahrbarer Untersatz war bei mir schon seit jeher ein gerüttelt Maß Pragmatismus dabei. Aber wie mir Musik und alles, was da mal dran hing, nahezu unbemerkt abhanden kommen konnte in den letzten Jahren, das gibt mir immer noch Rätsel auf.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu kid37 Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.