Lieblingstelefonat

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Kundschaft: Jaaa, vielen Dank für Ihren Entwurf. Sieht wirklich toll aus! Gefällt mir super.
Ich: Ach, schön. Freut mich.
Kundschaft: Sollen wir es noch mal kurz durchgehen? Ich hab noch ein paar Kleinigkeiten.
Ich: Na klar.
Kundschaft: Ok, könnten Sie das andere Bild für den Titel nehmen?
Ich: Ok.
Kundschaft: Die Schrift im Fliesstext, kann man die ein bisschen größer machen?
Ich: Ok. (Schriftart ist vorgeschrieben).
Kundschaft: Und die Buchstaben an den Kapitelanfängen, gehen die kleiner?
Ich: Ja.
Kundschaft: Und diese bunten Sachen da, vielleicht könnte man die wegmachen?
Ich: Ok.
Kundschaft: Und diese Rahmen um die Grafiken, die gefallen mir eigentlich nicht so gut.
Ich: Ok.
Kundschaft: Und kann man auch andere Farben nehmen?
Ich: Ja.
Kundschaft: Aber sonst ist alles total super.

Ich: [gedacht] Nur dumm, dass es kein sonst gibt.

14 Gedanken zu „Lieblingstelefonat

  1. kid37

    Nanü? Neuer Text, alte Kommentare? Und wieso hatte ich keine Lust? Und wieso steht die Kopie der Oberhafenkaninte so gerade? Sieht super aus, aber können Sie das nicht ein bißchen schief machen? So wie hier?

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  2. montez

    Mist. Der heimtückische Offlinetrick. Ich versuch mal schief, aber später, muss jetz weg … In welche Richtung nochmal schief?
    Und Sie hatten keine Lust, weil ich mal wieder am jammern war.

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  3. kiezneurotiker

    Das ist eine Methode der Personalführung. Man heuchelt erstmal, dass der Delinquent total toll ist, beginnt also klassisch mit einem Lob, dann kommen die als Verbesserungsvorschläge verbrämten Kritikpunkte und am Schluss muss noch einmal ein geheucheltes Lob platziert werden, damit der Kritisierte mit einem guten Gefühl aus der Farce rausgeht.

    Und die denken, wir schnallen das nicht…

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  4. books and more

    Abt. ‚Customers from hell‘.

    [„Schönes Konzept, Herr Books! Danke für Ihren Einsatz! Wir haben jetzt nochmal mit der Zielgruppe gesprochen, und dabei hat sich gezeigt, dass es doch gut wäre, wenn wir …“]

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  5. lost.in.thought

    ganz, ganz PÖSE PÖSE Menschen, diese Kunden.
    Vielleicht hilft für die Zukunft diese Liste hier ein wenig:

    Formulierungshilfen:

    Anstatt: Das ist der absolute Scheiß!!!
    Sagt man: Eine interessante Herausforderung!

    Anstatt: Das mach ich sicher nicht, du Blödmann!
    Sagt man: Es gibt technische Gründe, die mir die Erledigung dieser Aufgabe leider nicht ermöglichen.

    Anstatt: Dieser Idiot baut einen Mist nach dem anderen!Sagt man: Möglicherweise haben wir noch nicht die richtige Position für ihn gefunden.

    Anstatt: Dieser Trottel versteht überhaupt nichts!Sagt man: Er ist mit dem Problem noch nicht vertraut.

    Anstatt: Du kennst dich überhaupt nichts aus, du Depp!Sagt man: Gehört das zu Ihren Kernkompetenzen?

    Anstatt: Ich habe von Anfang an gewusst, dass das alles Sch… ist.Sagt man: Verzeihung, ich hätte sie warnen können, wenn man mich involviert hätte.

    Anstatt: Ist mir Scheissegal!Sagt man: Ich sehe das ganz emotionslos.

    Anstatt:Mir doch Wurscht, du Depp!Sagt man:Bedauerlicherweise kann ich Ihnen in diesem Punkt nicht weiterhelfen.

    Anstatt:Na, hast du mit dem Chef geschlafen?Sagt man:Hat man endlich deine Kompetenz erkannt?

    Anstatt:Verdammte Sch…, diese Vollidioten haben mir nichts gesagt
    Sagt man:Wir müssen unsere interne Kommunikation verbessern.

    Anstatt:Was habe ich mit dem Dreck zu tun???Sagt man:Ich war von Anfang an nicht in dieses Projekt involviert!

    Anstatt:Wir sind im Arsch!Sagt man:Der Produktivitätsindex unseres Unternehmens zeigt einen sensiblen Rückgang.

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  6. montez

    Ja, das benutz ich auch gern: Ich bin da emotionslos. Oder leidenschaftslos.
    Leider muss ich als Selbstständige ohne Chef und andere Sündenböcke durch.

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