Nachtgestalten

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Pizza mit scharfer Salami. Gibt es als Sonderanfertigung für mich. Ein riesiges Glas Rotwein und warme Worte. Das wird. Sagt der Bubi und wir beide wissen sehr genau, dass es nicht immer wird. Aber diesmal wird es wieder, bestimmt. Nach dem Essen muss ich heute rauchen. Versuch mal, abends in einem Kuhdorf eine Schachtel Kippen aufzutreiben.

Der Bubi spaziert separat nach hause (schon spät, die Hennen müssen rein) und ich fahr zum Automaten der familieneigenen Bäckerei und während ich also ratlos im Dunkeln vor dieser Höllenmaschiene stehe (die Gelegenheitsraucher sind ewig erschüttert von diesen Neuerungen: Identifikation? FÜNF Euro???) spricht es von hinten zu mir, der Vater des geliebten Patentkindes, der schon lange ganz woanders wohnt, in der Hand ein halber Kasten Bier mit ein paar Klorollen drin. Ob er was tun kann. Ach. Muss rauchen. Er habe einen Schlüssel und ich bestimmt noch nie geklaut, denkste, ein Jahr Hausverbot bei Kaisers, und wir schleichen durch den dunklen Laden, den kenn ich wie meinen Westenrasche. Und daheim steh ich am Fenster und rauche. Drei Zigaretten. Das wird.

8 Gedanken zu „Nachtgestalten

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