11 Gedanken zu „Guten Morgen

  1. Friederike (Gast)

    berichtet eben nach dem Gang über die Matsche-Koppel, ihre Pferde sähen aus wie „Pony im Brotteig“. Ihr Gaul hier wirkt doch noch sehr propper. Und überhaupt: da scheint ja Sonne auf dem Foto. Unverschämt, sowas.

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  2. Clara (Gast)

    Was macht so ein Pferd eigentlich den ganzen Tag?
    Wenn sie nicht Ihren Gemüsegarten unsicher macht, aber dafür ist es ja nicht die Jahreszeit…Ich meine, bei Hunden, Katzen, sogar Igeln weiss ich es entweder oder habe eine relativ klare Vorstellung, aber Pferde sind mir immer fremd geblieben.

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  3. Clara (Gast)

    :-) – Sie hatte wirklich Glück, zu Ihnen gekommen zu sein.

    Rückblickend war ich, nachdem ich ihre Geschichte gelesen hatte, bei meiner Frage eher von dem etwas sentimentalen Gedanken beseelt: Merkt man, ob sich eine als so autark und eigensinnig geschilderte Dame in ihrem Ruhestand „wohlfühlt“? Gibt es da auch Zeichen von Zuneigung und Gewohnheiten? Auf mich wirken Pferde häufig auch etwas stoisch(er als andere Tierarten) und daher vielleicht rätselhaft.

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  4. montez

    Erstaunlicherweise haben wir genau darüber heute gesprochen. Sie hat Arthrose. Aber wenn sie starke Schmerzen hätte, behaupte ich, würde ich ihr das ansehen, ich kenne sie zutieftst … Aber sie spart jeden überflüssigen Fussweg, nur manchmal, in der ersten Frühlingssonne tobt sie über die Wiese und macht ein wildes Gesicht. Und im Sommer ist sie nachts unterwegs, Kräutlein suchen. Tagsüber ruht sie.

    Ich glaube, da kann man viel lernen für das eigene Alter. Sonnenbaden, gut essen, maßvoll bewegen. Gewohnheiten und Rituale gibt es natürlich jede Menge nach so langer Zeit. Mit Zeichen der Zuneigung ist sie von jeher sparsam.

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  5. montez

    In ihrem erste Leben hat sie einen rumänischen Karren gezogen, wahrscheinlich auch einen Pflug. Sie hat als einzelnes Pferd auf einen Hof gelebt (sie kann andere Pferde nicht ausstehen) und wurde gut behandelt, denn sie hatte Zutrauen zu Menschen. Irgendwann hat sie ein Fohlen bekommen und bald danach kam ein polnischer Pferdehändler, der ihren Besitzern vermutlich eine für diese erhebliche Summe angeboten hat. Der hat sie nach Deutschland mitgenommen.

    In ihrem zweiten Leben war sie das unerschrockenste, eigensinnigste und beste Reitpferd, eine Diva, hat alles kurz und klein geschlagen, was ihr nicht passte, konnte alle Arten von Riegeln öffnen und allerhand andere Kunststücke. Sie hat mich 15 Jahre über Stock und Stein transportiert, nicht so selten in den Dreck geworfen und sehr viel Geld für den Tierarzt gekostet.

    In ihrem dritten Leben kostet sie immer noch Geld für den Tierarzt und ansonsten isst und scheisst sie. Und schaut uns bei der Gartenarbeit zu. Manchmal fummelt sie noch einen Riegel auf und verwüstet den Garten. Sie wird in diesem Jahr 25. Sie wohnt jetzt 21 Jahre hier.

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  6. Clara (Gast)

    Das glaube ich auch, dass wir uns da von den vierbeinigen Gefährten was abschauen können. (Fand ich schon bei meiner alten Huskydame) Allerdings möchte ich dann auch von jemandem so umsorgt werden und hoffe, einstmals nicht so sparsam mit Zeichen der Zuneigung zu sein.

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