Was ich gerne nicht mehr lesen hören sehen möchte

Ehemaliger Osten (fast so schlimm: ehemalige DDR. Wissen wir doch)
Bestaussehendste Generalstaatsanwältin (Kompliment, Herr Schneck)
Suboptimal
Aufregung über sprachliche sogenannte Political Correctness: Ja ist es denn so schlimm, was nicht mehr zu sagen, mit dem man jemanden kränkt? (Das Umschreiben von Büchern ist für mich was anderes, das sind ja Zeitdokumente)
Probiotisch
Commitment
Katja Riemann
Angekommen
Schnee (und Witze darüber)
Stylisch
Entschleunigung
Issue
Gwyneth Paltrow
Restauration: es heisst Restaurierung, wenn man was heil macht, das andere sind die Kneipen
Beziehungsarbeit
Networking
Hype
Synergieeffekt (Winwinwinwinsituation)
Ganz Deutschland spricht über …
Im grünen Bereich
Roundabout
Ein Stück weit
Frühstückscerealien
Geilomat
Aufgestellt sein
Den Ball flachhalten
Shitstorm
Zielführend

Diesmal mit freundlicher Unterstützung von Fräulein Krabbe und den Herren Books, Kid und Schneck. Und die meisten von der Arbeitsverblödungsausdrücken hab ich nicht mit reingenommen. Finalisiere ich vielleicht asap.

Mbg,

Ihre kleinliche Montez

Ah, und die anderen Geisselungen finden Sie bei den Goldenen Worten.

11 Gedanken zu „Was ich gerne nicht mehr lesen hören sehen möchte

  1. kreuzberg südost

    Hehe! Tolle Liste! Große Zustimmung!

    In Berlin sagt man sowohl „ehemaliger Osten“, als auch „als noch Osten war“.
    Eine Himmelsrichtung zeitlich zu gebrauchen ist ein interessantes Konzept. Denkbar wäre auch: als noch Honnecker war, oder als noch Kim Jong Il war.

    Schlimm finde ich übrigens auch: Da bin ich ganz bei dir. Örks.

    Gwyneth Paltrow und Katja Riemann. Ja.
    Was ist mit Veronica Ferres und Renée Zellweger oder Victoria Beckham?

    Bei der political correctnes gehe ich weiter: um Kränkungen, Stigmatisierungen und Diskriminierungen nicht weiter fortzuschreiben, gehören die entsprechenden Begriffe aus Kinderbüchern gestrichen. Der Wert des „Zeitdokuments“ darf nicht über dem Wert der Unantastbarkeit der Würde der Betroffenen stehen.
    Bei einem Buch über die deutsche Kolonialgeschichte sieht das anders aus. Da dürfen gerne alles diese Begriffe gebraucht werden um die Geisteshaltung der Zeit zu illustrieren.

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  2. schneck08

    Sie sind die am meisten bestaussehendste Sprachpolizistin mit bräunstmöglichsten Augen, die sich mit Restauration befasst! Kompliment und Danke für diese weiterführendste Liste.

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  3. montez

    Zu den Kinderbüchern hab ich meine wirren Gedanken mal hier notiert. Ich bin da nach wie vor unschlüssig. Ich frage mich, wie willkürlich es ist, wo und warum eine Grenze zu ziehen. Ein Kinderbuch ist kein Zeitdokument?

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  4. montez

    Sehr gut: Als noch Kim Jong Il war. Topaktuell.
    Und Veronica Ferres und Renée Zellweger und Victoria Beckham. Jajaja!

    Da bin ich ganz bei Ihnen.

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  5. kreuzberg südost

    Ich habe „Zeitdokument“ in Gänsefüßchen gesetzt, weil ich das Wort betonen wollte, und nicht die Möglichkeit hatte es kursiv zu setzen. Doch, klar Kinderbücher sind auch Zeitdokumente. Auf jeden Fall. Was Sie als Restauratorin dazu anmerken, ist interessant und nachollziehbar.
    Ich kennne eben Leute, die von der Thematik betroffen und durch die Diskussion verletzt sind. Ach, die Frage ist wirklich schwierig und nicht so einfach mit Ja oder Nein zu beantworten…und Ausgangspunkt war doch eigentlich Ihre wunderbare, ansonsten ganz und gar zutreffende Liste. In freudiger Erwartung auf Fortsetzung derselben, verbleibe ich indes höchstachtungsvollst, tikerscherk

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