Eine tut eine Reise

Schnell weg da. Es schneit schon wieder. Bis ganz unten sogar.
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Unterwegs halte ich kurz an. Habe zwei Sachen zu erledigen. In der Landeshauptstadt. Am Bahnhof gibt es Fenster ins Grauen.
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Ein Loch. Da werfen die unermüdlich Groschen rein. Ich glaube ja, das wird nie voll. Und die Einheimischen sind ganz erschöpft.

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Was ein echtes Groupie ist schaut sich jede Dieter Roth Ausstellung an. Natürlich ist viel zu wenig Zeit: Soviel zu lesen, ojeh, war der Mann produktiv. Ich muss noch rasch woanders hin. Bisschen bekloppt bin ich schon.

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Das nächste Mal Bleib ich länger und hole mir gegenüber noch ein paar Tips.

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Und dann hat Herr Merkle mir Häsin noch die Bilder erklärt. Und mich in ein solch absorbierendes Gespräch über die Restaurantlandschaft am Bodensee verwickelt, dass ich die Kunst ganz vergessen habe. Erst am Bahnhof gemerkt. Da muss noch was geschehen. Aber einen guten Eindruck hab ich jedenfalls.

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In Berlin dann Vivian Maier. Alle wollen Vivian Maier sehen. Vermutlich vor allem wegen der Geschichte. Die Fotos sind völlig in Ordnung.

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Im Gropiusbau war ich auch noch. Darüber verliere ich kein Wort.

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Und gestern Abend habe ich mit der besten Freundin drei Monatsgehälter verfressen. Neben uns sass ein EU-Kommissar. Mit Blondine.

22 Gedanken zu „Eine tut eine Reise

  1. Wiesel

    Herr Roths „Grosse Tischruine“ sieht besser aus, als der Tisch auf dem letzten Bild. EU-Kommissare würde ich gar nicht erkennen. Aber ich gehe ja auch nicht in Restaurants mit Stoffservietten.

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    1. montez Artikelautor

      Also auf jeden Fall sind die Rothschen Ruinen sehr sehenswert.
      Aber wo sehen Sie Stoffservietten? Natürlich waren da welche.

      Den hätten Sie auch erkannt.

      Ich kann hier keine Bilder dranhängen, ich baue es für Sie in den Beitrag.

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  2. Croco

    Ob es der einzige Kommissar war, den ich auch kenne?
    Und sonst: Geld veressen ist immer gut, und Vivian Maier auch. Ich mag ja die Fotos von August Sander sehr, obwohl sie nun eher nicht spontan sind. Schwarz-weiß macht so Charaktergesichter.

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    1. montez Artikelautor

      Genau. Es war der einzige, den wir beide kennen.
      Und ja, ich bin in allen Punkten Ihrer Auffassung <3

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  3. kid37

    Ich finde die Fotos auch ok, den Hype langsam nervig und die Berliner Behauptung, die Fotos wären „erstmalig“ zu sehen, frech. (Es gab ja zuvor bereits Ausstellungen in Hamburg und München, aber gut, das ist womöglich schon Ausland.) Drei Monatsgehälter? Hätten Sie mal am Nebentisch um EU-Subventionen angehalten!

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    1. montez Artikelautor

      Genau. Die Fotos sind wie gesagt völlig in Ordnung, aber die entfesselten Menschenmassen dazu sehr rätselhaft. Lustig fand ich die Andacht, mit der die Damen und Herren sich stundenlang die komplett dilettantischen Super8-Filme angesehen haben. Ich übrigens auch, aber nur weil einziger Sitzplatz und Fusschmerz (war ja schon die dritte Ausstellung).

      Ich glaube, diese Ästhetik von Frau Maier ist grad sehr modern und leicht verständlich (und dann noch diese ja wirklich erstaunliche Geschichte dazu).

      Natürlich sind Hamburg und München Ausland. Ts.

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    1. montez Artikelautor

      Nachdem wir gestern Abend an einer Art Flaschencollage gearbeitet haben (sind nicht ganz soweit gekommen wie der Dieter), hab ich mir bis morgen geschworen, nie wieder zu rauchen.

      Aber für Sie beide würde ich eine Ausnahme machen.

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  4. Clara

    Ich sage nur „Köttelkarnickel“, yeah.

    Es ist übrigens sehr schön geworden hier, habe ich neulich schon gesagt, aber irgendwie ist der Kommentar nicht angekommen.

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  5. speedhiking

    Mir ist, als häben Sie eine neue Fotografie hineingebäppt. Was zu Herrn Roth, dessen Sachen ich auch sehr mag, ja sehr passt. Mir ist gerade (mal so kunstgeschichtsreflektorisch), als wäre eventuell manche Kunstidee, am Ende ganze Kunstrichtungen, aus der Unlust des Künstlers entstanden, zum Altglascontainer zu laufen. Oder vielleicht war er ja da und hat sich noch was dazugeholt. So lässt sich schon einiges an Werk hinmetern. Respektive hinsemmeln. Von dem gibt’s ja sicher auch was mit Semmeln. Daher die Redewendung?

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    1. montez Artikelautor

      Ja. Fürs Wiesel. Für Sie natürlich auch.
      Also mit Brot und Salami gibts auf jeden Fall was.
      Und dass der D. keine Lust hatte, zum Container zu laufen, dafür verbürge ich mich.

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