q&a

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Frau Casino hat gefragt, ich antworte.

1. mit wem sprechen sie täglich als erstes?

Natürlich mit dem Trotzki, der morgens ungefähr eine Stunde versucht, mich aus dem Bett zu kriegen. Da macht mir oft nichts aus, manchmal beginnt der Tag auch damit, dass ich ihn anbrülle. Was wenig nützt. Und ich dann sehr wach bin.
Der erste Mensch ist die Greisin, zu der ich meist etwas Albernes sage. Und dass sie noch liegen bleiben soll.

2. wann waren sie zuletzt verliebt?

Ich bin verliebt. Glaube ich. Ein seltsames Verliebtsein, mit recht wenig Aufregung (aber schon). Aus der Ferne. Vermutlich ein einseitiges. Mal sehen. Es ist kompliziert.

3. welches buch begleitet sie schon länger als 10 jahre?

Keins.

4. haben sie ein geheimes projekt? (ja/nein reicht)

Ja. Zwei.

5. lesen sie gedichte? wenn ja welche, wenn nein, warum nicht?

Ja. Sehr gerne. Und viel zu selten. Grad liegen meine 50 cm Lyrik in einem Umzugskarton in der Garage, was ihr sicher kaum gefällt. Ich hab keine Ahnung von Lyrik, ein Verflossener hat mich immer aufgezogen mit meiner Schwäche für Sarah Knirsch, wie er sie nannte. Gernhardt, Kunze, Skácel, Mascha Kaléko und klassische. Ist das Lyrik oder sind’s wohlmöglich nur Gedichte? Schiller, Morgenstern, oft einzelne, nicht so sehr das Gesamtwerk. Hebbel, Busch, Ringelnatz. Wie gesagt, zutiefst ahnungslos, aber mit Freude.

6. worüber haben sie zuletzt gelacht?

Meistens muss ich tatsächlich mit Esra lachen, wenn sie was Komisches auf Deutsch sagt, selber so lachen muss und die Augen verdreht. Oder mit dem Patentkind.

7. wofür haben Sie sich zuletzt ausgiebig zeit genommen?

Das kann ich nicht gut. Eigentlich bin ich immer unruhig und hektisch. Aber Mad Men schauen geht. Auch vier Folgen hintereinander. Ich fänd’s ja besser, mir für was anderes Zeit zu nehmen. Zu vermögen.

8. haben sie sich schonmal grundlegend geändert?

Vermutlich. War ich als Teenager ganz anders. War aber keine Absicht. Und ist nicht nur zum Guten.

9. sind sie glücklich?
 
Ja. Meistens.

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2 Gedanken zu „q&a

  1. kid37

    Nachdem ich vor Jahren, als der Hype begann, nach zwei Folgen entnervt ausgestiegen war, habe ich mich nun noch mal tapfer durch die 1. Staffel „Mad Men“ geackert. Wenn man es als Werk von David Lynch irgendwo zwischen „Blue Velvet“ und „Twin Peaks“ sieht, hat es schöne bizarre Momente voller absurder, gestelzter Dialoge. Dazwischen leider viiiiiiieeeeel Leerlauf, Kippe an, Glas voll… Die zweite soll ja super sein, der gebe ich nun noch eine Chance. Vielleicht müßte ich das auch mit einem Hund gemeinsam schauen.

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  2. montez Artikelautor

    Also, ich bin jetzt durch. Was soll ich sagen: Don und ich hatten gute und schlechte Zeiten. Manchmal hat mich nur der Serieneffenkt (Und findet Peggy endlich jemanden?) bei der Stange gehalten. Und nein, das Ende find ich nicht toll und überraschend oder gar knifflig, wie das die Süddeutsche nennt. Sondern blöd, klischeehaft und unangemessen.

    Dem Hund hat es gar nicht gefallen.

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