130 Robinienpfähle à 2,50 Meter. Was das wieder kostet. Dafür halten sie 30 Jahre. Oder ich stosse das ganze Geraffel ab und kaufe den Leuchtturm. Da könnte ich alle mitnehmen. Und aus der rechten Hälfte machte ich eine Frühstückspension. Lässt mir keine Ruhe, Danke meine Dame, dass Sie mir diesen Floh ins Ohr gesetzt haben. Der uralte Traum. Ein Turm am Meer.
Treibholz

Frau Krabke hat geworfen und ich fange. Kommt mir gerade recht.
1. Welche Gerüche verbindest du mit deiner Kindheit?
Bohnerwachs: Im Kindergarten gab es so eine gewaltige Maschine, mit der das Linoleum gebohnert wurde. Ich mochte das sehr.
Pferd: Ich bin fast jeden Tag geritten als Kind
Franzbranntwein: Damit gab es manchmal Umschläge bei Wachstumsschmerzen.
Kolophonium: Es gab einen vergeblichen Versuch, Geige zu lernen. Freiwillig.
2. Welche ist deine Lieblingsfarbe?
Ich mag alle Farben. Ausser ultramarin/königsblau.
Und keine dunkelblaue Klamotten. Ein Spleen.
3. Besitzt du Kleidungsstücke in deiner Lieblingsfarbe?
Meine Kleidung ist im wesentlichen schwarz. Grau. Ein bisschen rot.
Gelb und grün. Ich finde Kleider- und Lieblingsfarben sind zwei Paar Schuhe. Haha.
4. An was glaubst du?
An die Liebe. An die Freundschaft. An das Gute.
Und ein bisschen an höhere Wesen. Ich übe das.
5. Würdest du für deinen Glauben sterben?
Ich glaube schon. Also ich glaube, ich würde für jemanden sterben, den ich liebe. Ach, weiss nicht. Ich verstehe die Frage nicht. Warum sollte man für seinen Glauben sterben? In welcher Situation? Und wem bringt das etwas? Ausserdem hat das der Herr Jesus ja schon gemacht. Für uns alle. Mit nur mäßigem Erfolg. Leider. Der hatte ja ziemlich gute Ideen.
6. Hättest du genügend Rezepte in petto, um eine/n Veganer/in bekochen zu können?
Locker aus dem Handgelenk. Eine Woche. Dann wird es eng.
7. Hast du schon mal einen Pandabären gesehen?
Zwei. Im Zoo in Berlin. Ich mag Zoo nicht. Pandas aber schon. Voll süss.
8. Wie viele Nicknames repräsentieren dich im Netz?
Zwei. Ne, drei.
9. Färbst du deine Haare?
Manchmal.
10. Warum?
Sag ich nicht.
11. Deine selbstgemachte Lieblingssüßigkeit
Puh. Ich bin ja eine Kochschnecke, allerdings nicht mit Süsskram. Ich kann eigentlich überhaupt nur Crèpes Suzette, Vermicelles, Tarte Tatin und Mousse au Chocolat, da aber nur die Anfängervariante. Mag ich alles.
Und ich bewerfe wiederum die drei Damen
tikerscherk
rosmarin
und Friederike
11 sind‘ nicht. Sei’s drum. Aber 11 funkelnagelneue Fragen:
1. Was verstehst Du unter Empathie?
2. Ist Dir manchmal langweilig?
3. Hast Du mal jemanden geschlagen?
4. Kannst du eine Tanne von einer Fichte unterscheiden?
5. Vor was ekelst Du dich?
6. Hast Du mal was gestohlen?
7. Welche war Deine erste Schallplatte?
8. Hast Du ein gutes Namensgedächnis? Und Gesichter?
9. Wo bist Du am Liebsten?
10. Verkleidest Du dich gerne? Narri Narro
11. Hast Du ein Lebensmotto?
Ausgefuchst

Die schlauen Füchse Reiseforscher von Bo*king haben anhand meiner durchgeführten und geplanten Reisen nach Glasgow, Oban, Vilnius, Riga, Kilkee und Henningsvær rausgefunden, dass ich mich besonders fürs Shoppen interessiere: Jaaa, shoppen, schon das Wort! Dafür fahre ich immer an die irische Westküste. In einen Ort mit 1024 Einwohnern. Wegen der Schnäppchen. Gummistiefel und so. Oder auf die Lofoten. Ein berüchtigtes Shoppingrevier. Ach ja, in Glasgow habe ich ein T-Shirt gekauft. Wegen der Irrsinnshitze. Und weil ich nur Rollkragenpullover dabei hatte. Deshalb bestimmt. (Falls sich jemand für das Wetter in Schottland interessiert: Ist so)
+
Ausser auf Fleisch verzichte ich seit einiger Zeit unter der Woche auf Alkohol. Das Kochbier zu opfern ist ein wahrhaftiges Opfer. Aber es war mal an der Zeit, das etwas einzudämmen.
Nur jetz: An Wohl- oder Unwohlbefinden ändert sich rein gar nix. Ich schlafe nicht besser oder schlechter, ich habe morgens genau so viel oder wenig Kopfschmerzen, ich habe genauso gute oder schlechte Laune. Nur eben ohne Alkohol. Der Asket möge nun sagen, na super, dann kann man ihn ja auch weglassen. Ich aber sage, ich werde dieses Experiment zeitnah abbrechen. Bringt ja nix. Und wie wir wissen:

Kleingedrucktes
King Kong Club macht zu. Auch. Ach.
Dafür hat Horzons Wanddekorationsobjekte eröffnet.
Nicht ganz das gleiche. Aber immerhin. Wäre gerne dabei gewesen. Berlinweh.
Und wie das Lesen eines winzigen Eintrages bei der Datenkrake einem für Tage auf das Gemüt schlagen kann.
Stille Tage



Da auch.
Frühling
Gestern wurde ich von einem plötzlichen Reparaturwahn befallen. Ein Glück bin ich keine Restauratorin mehr, so habe ich einfach alles mit P*atex zusammengeklebt. Oder mit P*nal (jedenfalls total irreversibel). Die hat alle der Gaul zerbrochen, bei seinen Ausflügen. Zeit war’s. Fürs Heilmachen.



Den hat mir die K. wieder hergerichtet, ich habe nur noch die Feinarbeit gemacht (ich verlier‘ ja sofort die Geduld). Es hatte auch da einen kleinen Zwischenfall gegeben, allerdings ohne Pferd. Er hat kein Kreuz mehr aber immerhin wieder alle Extremitäten. Jetzt brauche ich noch einen Schreiner.
Zur Erholung sind der T. und ich anschließend eine Runde Berge glotzen gegangen. Also ich. Er Fußboden. Und Krähen. Und Hasen.


Unterwegs nur Frau Luft und Herrn Wiese getroffen. Vom Wanderverein. Ganz in echt jetzt. Nette Leute. Sonst nix weiter. Der T. war sehr enttäuscht.
Abends Daumenkinographie von Volker Gerling im Theater Konstanz angesehen. Sehr schön. Und ziemlich Berlin 90er Jahre. Ich kannte zwei der Portraitierten. Und seinen ersten Galeristen. Kleine Welt.
Diesunddas

Der Holzmann und ich haben über zwei Stunden für die Aufnahme gebraucht. Fast 25 Festmeter. Ich hab leichtsinnig gefragt, für was das dann wohl benutzt wird. Ach, nur Palettenholz. Jehemineh. Ich mag wie die Holzänner riechen, nach Motorsägengemisch und Harz. Schön, die Spechte sag ich. Die Würmer sind aufgewacht weiss der Holzmann. Am Valentinstag.
+
Herr Guitar vom Quizduell und ich sind schon wie ein altes Ehepaar. Und ich komme einfach nicht unter 38.000.
+
Der Igel hat vor den Ferien meine grundsolide Styroporabsperrung durchnagt und wurde erneut in verzweifelt verklemmter Lage aufgegriffen (Wie blöd kann man eigentlich sein? Also wir beide). Er ratzt jetzt wieder. In seinem persönlichen Stammheim. Einmal die Woche wacht er auf, vespert etwas Trockenfutter und verkrümelt sich wieder. So soll es sein.
+
Der schöne Theodor aka Kleinmiezer wohnt seit gut zwei Wochen bei einem netten Paar, wird nach Strich und Faden verwöhnt und biologisch-dynamisch ernährt. Er heisst jetzt Sammy.
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Die neue Brille ist kaputt gegangen. Das wird ein neues Hobby scheint mir.
+
Der Trotzki hat sich in der Zeit meiner Abwesenheit manierlich benommen, außer wenn Besuch da war. Sagt die Greisin und ist darob etwas verstimmt. Ansonsten ist sie guter Dinge. Sie schläft wieder ein bisschen nachts. Und ist mit mir die Grenzsteine abgelaufen.
+
Heute geh ich ins Theater. Naja, fast.
+
Und ich habe die 5-Days-Veggie-Week eingeführt. Versehentlich sind auch immer ein zwei vegane Tage dabei. Und am Wochenende gibt’s Steak. Und Schweinsbraten.
Kunstschnee

Weil der Mensch ja nicht immer wie bescheuert Pisten runterrasen kann, (mit Erstaunen habe ich in diesem Jahr festgestellt, dass der Reiz, irgendwo mit eigener Kraft hinaufzusteigen, um runterzurasen für mich deutlich an Attraktivität gewonnen hat und dieser Tiefschnee erst, aaah), habe ich eines Tages den gelben Postbus genommen und bin gleichfalls sehr rasant und kurvenreich hingereist, wovon unser heimisches Käsblatt mit Begeisterung berichtet hatte: Zur Kunstausstellung (Superwort) im Hospiz in St. Christoph.
Das Hospiz, im 14. Jahrhundert erbaut, war ehemals, wie Wikipedia weiss, eine Einrichtung zum Schutz der Reisenden vor Wetterkapriolen. St. Christoph liegt direkt unterhalb der Arlberpasshöhe (1793 M.), an einer Route, die mindestens ab dem 14. Jahrhundert als fahrbarar Handelsweg zwischen der Bodensee-Region und Italien genutzt wurde. Heute beherbergt es ein gediegenes 5-Sterne-Hotel, an dessen Rezeption meinem Ansinnen, die Kunst zu besichtigen mit nur einem winzigen Augenbrauenzucken freundlichst entsprochen wurde.

Ich führe Sie gleich herum, in fünf Minuten zwitscherte das zuständige reizende Wesen. Ich habe dann, anstatt zu warten, lieber einen Kaffee und ein sehr gutes Stück Käsekuchen eingenommen. Um die Führung konnte ich mich auch drücken, ganz alleine dürfte ich durch die Katakomben wandern, nun war es Zeit für meine Augenbraue, denn: Naja.* Bis auf die Plakate, die kennen Sie ja schon. Allerdings, egal wie man maulen möchte, das Konzept finde ich sehr toll, es gibt hier nämlich den Artist in Residence: Der Kunstsammelnde und Hotelbesitzende Florian Werner stellt Künstlerinnen und Künstlern während des Winters ein Atelier zur Verfügung. Und zeigt anschliessend ihre Arbeiten. Und als ich immer weiter wanderte, fand ich auch das ein oder andere, an dem ich mich erfreuen konnte, so dass meine Brauen sich wieder beruhigten.



Und ich bedauerte ein bisschen, dass ich ganz und gar nicht nach 1980 geboren bin, denn ein Winter hier oben könnte mir schon gefallen. Ich würde dafür sogar so Kunst machen. Oder Fotos von Kunst.


Ach ja, auch sonst waren alle da. Ich habe die Wall of Fame nicht so genau studiert, aber der Typ in weiss kam mir bekannt vor. Ich bin trotzdem schnell wieder heim auf meinen eigenen Berg. Gerade noch so, denn es schneite Hunde und Katzen. Oder noch grösser. Junge Giraffen.
* Genießen Sie heute auf’s Neue die legendären Montezschen Kunstkritiken, die Sie aufgrund erheblicher Nachfrage bestimmt bald als Abo erhalten können.
Winter

So war’s gewesen.
Höhere Wesen hatten kurz vor Schumiverunfallung befohlen, Helm zu kaufen. Hab ich natürlich brav gemacht.
Prompt wurde ich von einem Snowboarder überfahren. Hat aber nur die Hose zerschnitten. Dafür einen Helm?
Bunt

Ich bin heute auf einen anderen Berg gefahren, um Kunst zu kucken. Von der und überhaupt erzähle ich dann irgendwann mal. Vielleicht. Aber die Plakatsammlung zeig ich gleich her. Wie schön. Sind natürlich nicht alle. Aber die schönsten. Die ich am schönsten finde. Besonders das grüne.