Borreliose oder FSME oder Wetter oder Dauermigräne oder Hysterie, das ist nun die Frage. Am Mittwoch wissen wir mehr (ICH war sogar beim Arzt, das will was heißen). Bis dahin bleibt es hier still. Mit Eisbeutel aufm Kopf.
Wetter
.
Schrättle
Wissen Sie, ich bin Altsaxophonistin, ich erkenne die Schwermut in den Menschen, auch wenn sie sich verstellen. (Hä?) Sie ist mir unsymphatisch, hat sehr lange gelbe Zähne (ob das vom Saxophonspielen kommt?) und dunkelrotgefärbtes Haar. Ich bin nicht traurig sage ich, und sie Doch, Du hast keinen Mann, kein Kind, Du bist krank, natürlich bist Du traurig. Dann wache ich auf.
Immer wieder die Seite von WH anklicken und immer wieder den gleichen Text dort lesen.
Mit dem Kommunisten telefoniert. Das erste Mal seit sieben Jahren.
Ich soll für ihn arbeiten. Soll ich?
Das Herz schwer. Wegen allem.
Und fast hätte der Kaminfeger den Hund überfahren. Nicht auszudenken.
Ach,
schlimmer als als alles, was ich mir vorgestellt habe.
Mitbringsel
aus Marseille. Statt blauer Blume.

Alles Gute nach Hamburg!
Arghs
Und dann werde ich auch noch in ein Gespräch über das Wandern gezogen. Mein Jakobswegerbrechen konnte ich mir gerade noch verkneifen. Warum kann die Menschheit heutzutage eigentlich nichts mehr tun, ohne ein Riesengeschiss drum zu machen?
Ein Kind zeugen
Ein Sojaschnitzel essen
Zu Fuss gehen
Eine Gurke anbauen
Es werden Fachbücher gelesen, Funktionskleidung gekauft und dann endlos darüber schwadroniert. Nix gegen die Leistung Dinge an sich, aber es wird schon so viele Jahre gevögelt, vegetarisch gegessen, gewandert und Gemüse angebaut. Ja. Wir wissen das. Das kann man alles machen. Aber bitte nicht so laut.
Eigentlich bin ich über was anderes empört. Ne, wen anders.
Wann war ich nochmal im Urlaub?
Drittens

1.000.000 weitere Bilder zu Picasa geschafft. Wer will.
Schwanken
Als ich vor ein paar Tagen etwas ungelenk durch das Provençalische Hinterland kletterte, befiehlen mich wieder einmal Demut und Dankbarkeit. Und die Erinnerungen an das Jahr 2003. An einen Sommer voller Tränen und die Gewissheit, dass mein Leben nun zu Ende sei. Keine Reisen mehr, keine Spaziergänge, keine Freude, keine Zukunft.
Ein knappes Jahr habe ich kaum von der Diagnose erzählt. Irgendwann fand ich, ich müsse meinen Freunden erklären, was mich so verändert hatte. Gesehen hat man nämlich nichts. Oder nur, wenn man ganz genau hinschaute. Jemand, der es sehr gut mit mir meint, hat bisher dafür gesorgt, dass ich zwar nicht mehr so richtig geradeauslaufen kann und mich beim Abstieg auf steinigen Wegen schneckenflink bewege, ABER ICH BEWEGE MICH, selbständig! Ich empfinde das als ganz großes Geschenk. Immer wieder. Seit zehn Jahren.
Zweitens
Nackt auf der Brücke getanzt:

Erstens

Geschlendert.

Gekämpft (und noch).

Geplaudert.

Gegessen (gut und schlecht).

Geglotzt (von der Terrasse).
Demnächst mehr. Logo.