Kategorie-Archiv: Über Alles

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Lieber Baummann,

da ich Dich telefonisch leider nicht erreichen kann, ich habe es unzählige Male auf beiden Nummern versucht, also schriftlich: Ich bin immer noch absolut geschockt über das, was am Dienstag passiert ist: Ihr habt die Kastanie abgesägt.

Vor ungefähr 20 Jahren hat meine Mutter diese Kastanie aus einer Nuss gezogen und sie war ihr Ein und Alles. Diese ganzen Stutzaktion war unter anderem dafür da, dass diese Baum wieder etwas mehr Luft hat. Ich glaube wir beide hatten sogar darüber geredet. Jedenfalls war das der Baum, dem auf keinen Fall etwas hat etwas hätte zustoßen dürfen.

Links und rechts von der Kastanie stehen ein paar kranke Eschen, die habt Ihr nicht angerührt, genauso wenig wie die überall angesähten Bergahorne.

Mir ist nach wie vor völlig rätselhaft, was passiert ist. Wir hatten doch ganz deutlich besprochen, dass an den Bäumen nichts gemacht wird. Und falls etwas notwendig gewesen wäre, hätte man das auf jeden Fall mit mir klären müssen.

Jedenfalls sind hier viele Tränen geflossen, wie Du Dir ja vorstellen kannst. Es ist nun geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ich weiß auch nicht genau, was wir jetzt tun sollen.

Ratlos, Montez

Nix

Alle, auch ich, haben es ja gemerkt, hier passiert erst mal nix mehr. Es gibt keine schlechten oder guten Nachrichten, ich hab grad einfach keine Lust. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, die hat mir viel bedeutet.

M.

Sekalainen

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Hab den schüchternen auch was gebracht. Finden die gut.
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Walnüsse im Bett essen: Eine echt bescheuerte Idee
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Ich vergess‘ den jetzt mal
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Anfangen. Einfach. Heute.
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Eigentlich möchte ich nur noch verschenken und nichts mehr geschenkt bekommen. Klappt eh meist nicht. Obwohl, dieses Jahr doch erstaunlich gut. Z. B. Der andere Zoo von Edward Gorey. Ach Entenbaum ♥!
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… die Treppe runtergefallen. Nein Herr Doktor, mein Mann ist ein ganz lieber. Ich bin doch nur …
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Nächstes Jahr möchte ich unbedingt eine blaue (apropos) Eichelhäherfeder finden. Die Greisin schon zwei Mal. Hat sie aber verschenkt.
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Hahaha, die armen Römer. Ich fand es natürlich toll damals. Die einzigen Filme, die ich in meinem Leben überhaupt gemacht habe (besser so!), tagelang: Stare. Und keiner weiss, wo der Ton hin ist. Naja, man stelle sich Autolärm und Polizeisirenen vor. Mindestens eine Goldene Palme hierfür. Meine Meinung.
Viel besser und eindrucksvoller sieht das in Frau Wiesels Birdland aus.
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Das war interessant, gell. Für mich halt.

Und

ich wünsche mir ja, dass von dieser überbordenden Empathie und dem tiefen Mitgefühl, was nun über uns hereinbricht, fürderhin auch an anderen Stellen bisschen was übrig ist.  So jeden Tag von morgens bis Abends.

Zuletzt

01

So. Erstmal bunte Reisebilder. Aus dem Süden. Dem richtigen.

Was so alles war:

Ich habe …
… mich geärgert. Über hier. Über mich. Über andere.
… eine Reise gemacht, nach Barcelona und ins Languedoc.
… den 80en des einen Onkels riesenhaft gefeiert. Aber vor ein paar Jahren hätten wir nicht gedacht, dass es dazu kommt.
… häusliche Belagerung der auswärtigen Restfamilie überstanden. Die wollten gar nicht mehr abreisen.
… sofort danach und sich überschneidend Besuch aus München bekommen. Lieblingsbesuch.
… mich endgültig von der bis dahin zarten mitgebrachten Erkältung dahingeraffen lassen.
… die Schnauze dann gründlich voll gehabt von Remmidemmi.

Ich muss …
… ja grade noch für einen Trickfilm zeichnen. Also so tun, als ob ich das könnte.
… den Niger beackern. In Broschürenform.
… Quittengelee einkochen.
… verzückte Mails in die Hauptstadt schreiben.
Ja, er gefällt mir. Ob ich ihm auch gefalle?
… den Garten winterfest machen.
… mir die Nase putzen. Dauernd.

und mit dem Hund gehen.

Soweit erstmal.

Right now

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Zum vierten Mal, dieses Mal einen Tag verspätet. Via die Kaltmamsell. Seit 2012. 2013 auch. Und 2014. Muss ja. Nach 14 Stunden Heimreise gestern bin ich noch ein wenig mitgenommen. Aber langsam geht es.

Ich lese … wieder, und so richtige Bücher. Dieses Jahr schon sechs! Kein Vergleich zu früher aber ein Anfang. Urs Widmer, Robert Seethaler, Jane Gardam, Dörte Hansen, Klaus Modick, Siegfried Lenz. Ziemlicher Männerüberschuss.

Und Mails aus Berlin, die mich sehr berühren. Von einer Not, der ich gerade hilflos gegenüberstehe. Ich muss weiter nachdenken.

Ich trage … einen pinken Pullover. Pink finde ich gerade super, aber nur an älteren Frauen, nicht an kleinen Mädchen. Der Rest Rest ist schwarz. Alles.

Ich habe … eine lange schöne Reise hinter mir. Und bin sehr müde.

Ich höre … den Hund schnarchen, hach. Was täte ich ohne den.

Ich trinke … jetzt erst mal keinen Alkohol mehr. Nach dem vielen Rosé im Languedoc. Ab morgen. Ne, übermorgen.

Ich esse … mit Vergnügen den Jamón Ibérico de Bellota, den ich aus Barcelona mitgebracht habe. Und die Chorizo. Auch wenn mich die rüden Katalanen am Marktstand erstmal eine halbe Stunde haben stehen lassen, um sich in Ruhe weiter zu unterhalten. Wow, schon lange war ich nicht mehr mit soviel Hochmut und barschem Gebaren konfrontiert wie in Barcelona. Dagegen ist Berlin ja ein rosarotes  Einhornkuschelparadies. Und nicht zu erweichen, die Damen und Herren.

Ich stehe … unsicher. Und ich gehe unsicher. Aber Hauptsache ich stehe und gehe. Yay! Das hätte ich vor einem Jahr nicht gedacht. Danke dafür.

Ich gehe … nachher zum Patentkind, das seit diesem Jahr Französisch in der Schule hat und am Montag eine Klassenarbeit schreibt. Ich habe das Französischsprechen sehr genossen. Und die freundlichen Franzosen. Echt jetzt.

Ich lache … in diesem Moment gerade nicht. Aber tatsächlich habe ich letzte Woche richtig viel gelacht. Sogar laut. Zum Beispiel über Holger die Waldfee. Heilige Einfalt.

Ich sehe … ne, sah gestern Flamingos. In einem Etang. Vom Zug aus. Das war wunderbar. Und pink.

Ich mag … keine Gruppen. Aber diese tollen Leute, meine alten Freunde, die so gewitzt und freundlich sind, nachsichtig und vorlaut, klug und warmherzig. Und ich mag es, unterwegs zu sein. Bloß nicht so lange. Schön daheim.

Ich schreibe … wenig. Aber das merkt man ja. Und habe verschiedene blöde Gründe dafür.

Ich möchte … das alles noch ein bisschen so bleibt. Oder zumindest so ähnlich. Und bald wieder nach Barcelona. Und nach Lissabon. Lyon. Marseille. New York. Istanbul. Detroit. Paris. Liverpool. Usw. usf.

Liebster Award

liebster-award

Also, das war ja wohl der Liebster-Award, den ich so gerne bekommen wollte. Vielen Dank, lieber Herr W.!

Mit dem Weitergeben ist das so eine Sache, meine Schätze haben ihn entweder schon oder wollen nicht (von mir) mit faulen Tomaten Liebe beworfen werden. Deswegen habe ich mir einfach zu beantwortende Fragen ausgedacht. Wenn man sehr unter Zeitdruck leidet, kann man einfach nur 1. oder 2. schreiben. Ja, natürlich ist es saublöd und selten angebracht, sich zwischen entweder und oder zu entscheiden. Manchmal ist es ja aber doch ganz praktisch und vergnüglich. Oder? Und mehr Text dazu geht ja immer …

01. Schwarz oder weiss?
02. Schiff oder Flugzeug?
03. Frieren oder Schwitzen?
04. Mac oder PC?
05. Stadt oder Land?
06. Frühling oder Herbst?
07. Tannen oder Buchen?
08. Meer oder Berge?
09. Auto oder Fahrrad?
10. Schokolade oder Käsebrot?
11. Peking oder Venedig?

Und weil ich grad so im Schwung war, habe ich mir ein paar Ersatzfragen ausgedacht. Zum Austauschen.

12. Sex oder Essen?
13. Baden oder Duschen?
14. Rosen oder Vergissmeinnicht?
15. Bier oder Wein?
16. Rugby oder Football?
17. Gold oder Silber
18. Warhol oder Beuys?
19. Frosch oder Kröte?
20. Tag oder Nacht?
21. Stones oder Beatles?
22. Nikon oder Canon?
23. Still oder sparkling?
24. Augen oder Ohren?

Gerne hätte ich, dass Frau Wiesel und Herr Speed mit mir spielen. Und alle, die Lust haben, in den Kommentaren, wie bei Frau Novemberregen. Freute mich!

Knoten

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Und dann fahren wir noch Boot, bevor der Sommer ganz vorbei ist rufe ich Esra zu, als ich ihren sehnsüchtigen Blick auf den Ausflugsdampfer sehe. Alle zusammen! Nein, nur wir beide sagt sie leise, die Mädchen fahren nicht mehr mit dem Schiff und ich verschlucke mich am Vanilleeis. Ja, natürlich.

Ein Bild für mich vom kleinen Mädchen. Sie weinen immer sagt Esra oder reissen vor Angst die Augen auf. Aber es wird besser.

Das größere Mädchen fängt an mit Fussball und findet, die zweite Klasse sei noch einfacher als die erste. Und für das kleine Mädchen gibt es bald Ballett, nur wenn es durch den Flur tanzt, mit geschlossen Augen, vergisst es sich ein bisschen. Und der Bub will Elektriker werden. Wir schaffen das.