Kategorie-Archiv: Selbstbildnis

Wieder eins (Jahresendfragebogen)

Zugenommen oder abgenommen?
Lange wie immer, dann abgenommen, zuletzt weihnachtsguetzlezugenommen. Egal. Diese Frage fliegt raus.

Haare länger oder kürzer?
Länger. Weisser.
Bin mit dem Gedanken befasst, abschneiden zu lassen. Reift noch.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr als letztes Jahr. Weniger als ich sollte.
Dabei muss ich doch für Sizilien trainieren. Oder?

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger. Bisschen.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr. Und echt viel ausgegeben. Macht grad Spass.

Der hirnrissigste Plan?
Nur einen einzigen Zug zur Verfügung zu haben, um von Narbonne nach Barcelona zu kommen, um das Flugzeug zu kriegen.
Erst drei Tage vorher reservieren wollen. Ts.

Die gefährlichste Unternehmung?
Evtl. zu wenige gefährliche Unternehmungen unternommen.

Die teuerste Anschaffung?
Ein Gehrock von Paul Smith. Überhaupt ein paar überkandidelte Designerfummel angeschafft. Was das nun wieder soll. Keine Ahnung, wann ich die anziehe. Zum Ausmisten?

Das beste Essen?
Die ungarischen Steinpilze.

Das berührendste Buch?
Altes Land von Dörte Hansen. Mich ein bisschen verstanden gefühlt.
Und Der Trafikant. Ich lese! Bücher! Bisschen.

Das schönste Buch?
Die Fundació Antoni Tàpies. Schön gemacht.

Der beste Film?
Film? Downton Abbey?

Die ergreifendste Musik?
Seit langem mal wieder Musik gehört. Empfunden.

Die schönste Ausstellung?
Proportio. Palazzo Fortuny. Überwältigend. Again.
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Mit Marina Abramovic, Carla Accardi, Josef Albers, Carl Andre, Rodolfo Aricò, Ida Barbarigo, Massimo Bartolini, Domenico Bianchi, Cristiano Bianchin, Alberto Biasi, Bae Bien-U, Alighiero Boetti, Otto Boll, Agostino Bonalumi, Michaël Borremans, Sandro Botticelli, Lucia Bru, Markus Brunetti, Jean-Marie Bytebier, Pierpaolo Calzolari, Francesco Candeloro, Antonio Canova, Vincenzo Castella, Eduardo Chillida, Chang-Sup Chung, Niccolò Codazzi, Viviano Codazzi, Gianni Colombo, Dadamaino, Hanne Darboven, Berlinde De Bruyckere, Raoul De Keyser, Riccardo De Marchi, Marta Dell’Angelo, Gabriele Devecchi, Maurizio Donzelli, Jan Dries, Arthur Duff, Luciano Fabro, Philippe Favier, Giorgia Fiorio, Henri Foucault, Anne-Karin Furunes, Alberto Giacometti, Ando Gilardi, Fernanda Gomes, Antony Gormley, Kees Goudzwaard, Gotthard Graubner, Aldo Grazzi, Franco Guerzoni, Chong Hyun Ha, Erwin Heerich, Michael Heizer, Samantha Holmes, Sadaharu Horio, Akiko Horio, Ryoji Ikeda, Norio Imai, Robert Indiana, Ann Veronica Janssens, Francesco Jodice, Ilya et Emilia Kabakov, Anish Kapoor, Ellsworth Kelly, William Kentridge, Anselm Kiefer, Kimsooja, Harry Kivijärvi, Susan Kleinberg, Wolfgang Laib, Edoardo Landi, Le Corbusier, Sol Lewitt, Richard Long, Nino Longobardi, Heinz Mack, Brice Marden, Agnes Martin, Christian Megert, Richard Meier, Fausto Melotti, Marisa Merz, Mario Merz, Amedeo Modigliani, Giorgio Morandi, François Morellet, Shuji Mukai, Rei Naito, Yuko Nasaka, Shirin Neshat, Louise Nevelson, Ben Nicholson, Renato Nicolodi, Mario Nigro, Gioberto Noro, Hans Op de Beeck, Marie Orensanz, Mimmo Paladino, Pablo Palazuelo, Izhar Patkin, Masaomi Raku, Kurt Ralske, Robert Ryman, Lucio Saffaro, Fred Sandback, Giuseppe Santomaso, Tomás Saraceno, MariaTeresa Sartori, Stéphane Sautour, Nobuo Sekine, Conrad Shawcross, Yasuhiro Shimakawa, Kazuo Shiraga, Gabriel Sierra, David Simpson, Bosco Sodi, Ettore Spalletti, Dominique Stroobant, Takis, Antoni Tàpies, Marco Tirelli, Gunther Uecker, Camiel Van Breedam, Koen Van den Broek, Dom Hans Van der Laan, Koen Vanmechelen, Grazia Varisco, Victor Vasarely, Jef Verheyen, Nanda Vigo, Bill Viola, Rachel Whiteread, Maaria Wirkkala, Hyong-Keun Yun, Gianfranco Zappettini und Raphaël Zarka.

Bin immer noch sprachlos. Betrachten Sie die Webseite des Kurators Axel Vervoordt. Undoder diesen Film. Waahhh.

Die schönste Reise?
Lech. Wales. Rotterdam. Langeland. Barcelona. Massignan. Venedig.
Das Jahr der wundervollen Reisen. Alle waren perfekt. Wirklich.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pepone Zeppelin Trotzki. Und der der Greisin. Yay!

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Mit den Damen vom Damenkränzchen. Ich war ja ein wenig überdrüssig die letzten Jahre. Aber nun ist mir wieder eingefallen, wie grossartig die sind. War ja mal Zeit.

Vorherrschendes Gefühl 2015?
Viel müde gewesen im Sommer. Viel  fröhlich gewesen.  Viel krank gewesen.

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2015 zum ersten Mal getan?
Eine Rede gehalten. Naja, mit gehalten.
Kundschaft beschwindelt.
In einem Bulli gereist.
Nachhilfe gegeben.
Auf einem Flohmarkt verkauft.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Mich von Werbung verführen lassen.
Französisch parliert.
Mich verliebt.
Umzugskisten ein- und ausgepackt.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Warten und Bangen.
Erdwärme.
Reservierungspflicht in Zügen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Erst nachdenken, dann handeln.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ein Paket voll Wald.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Sebstgestrickte Socken. Und das andere von der Greisin.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Sollen wir im Frühling zusammen verreisen? Ich glaub’s ja noch nicht recht.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
JAAAA! Auch wenn das wohl kein Satz ist.

2015 war mit einem Wort …?
Abwechselungsreich.

20142013. 2012.

Hölzchen

Der Wortmischer schmeißt Stöckchen. Und ich hab grad Lust.

09
1. Münchener Oktoberfest? (Unbedingt! / Keinesfalls! / Was ist das?)
Es gibt nur wenige Dinge, die mir noch weniger attraktiv erscheinen: Loverparade. Jakobsweg. Eine Pilgerfahrt nach Mekka. Dieses indische Farbengedöns. Menschenaufläufe, egal ob mit weltlichem oder religiösen Hintergrund sind mir ein Graus. Und dann noch in Kombination mit Verkleidung, Bier und schlechter Musik. Rätselhaft.

2. Haben Sie Ihren Volkswagen schon abgestoßen?
Tatsächlich gibt es hier im Haushalt einen Volkswagen. Der ist sehr alt und hat viele Dellen und Beulen. Ich habe eigentlich vor, ihn zu fahren bis er zusammenbricht (vermutlich wird es nicht mehr lange dauern). Ich denke, die Sache mit den Abgasen ist da eh ungünstig. Auch ohne Elektronik. Auf meinem Berg ohne Auto wäre das ein sehr schwieriges Leben. Bis zum nächsten Laden, dem kleinen, sind es ungefähr 3 km. Der Heimweg ist stramm bergauf. Also nicht gerade Fahrrad geeignet.

3. Erinnern Sie sich noch an das erste Musikstück, das Sie sich gekauft haben? (Vinyl, CD, Download?) Hören Sie sich das heute noch gerne an?
The Romantics: Talking in your Sleep (Das Video lohnt sich schon nur wegen der Frisuren). Ewig nicht gehört, mag ich aber noch immer. Eine Single. Fünf Mark ungefähr. Ich habe sie noch (wo?).

4. Spielen Sie ein Musikinstrument? Trauen Sie sich damit vor Zuhörer?
Geige angefangen. Blockflöte. Beides schauerlich, letzteres ein bisschen weniger. Nein.

5. Im Preisausschreiben gewinnen Sie eine Penthauswohnung in Berlin, London, Paris, Prag oder Wien. Welche suchen Sie sich aus?
Berlin. Oder London. Nö, lieber New York, Sydney, Istanbul oder Glasgow. Bristol. Marseille. Oder so.

6. Bevor Sie den Löffel abgeben: Welches Ding müssen Sie vorher unbedingt noch gedreht haben?
Hm. Ich mach alles, was geht, und versuche nichts aufzuschieben. Viel Reisen jedenfalls.

7. Halb acht Uhr abends. Sie kommen völlig gerädert (aus der Arbeit) nach Hause. Was passiert, sobald der Mantel an der Garderobe hängt und die Schuhe in der Ecke stehen?
Ich versuche gerade, mir das vorzustellen. Ich bin ja schon daheim und Schuhe habe ich nur ganz selten an. Also wenn die Arbeit mich mal angestrengt hat, gibt es abends mehrere mögliche Szenarien: Entweder ich rühre eine Arrabiata oder Puttanesca zusammen (Nudeln mit Tomatensoße finde ich sehr beruhigend) oder ich koche aufwendig, um runter zu kommen. Ab und zu klemme ich die Greisin unter den Arm und wir gehen essen. Ansonsten passiert da nicht mehr viel. Also ich gehe früh schlafen. Mit den Hühnern.

8. Kochen Sie selbst? Was kommt auf den Tisch, wenn die leeren Teller schon nach einer Stunde im Geschirrspüler stehen müssen?
Eigentlich immer. In diesem Fall gibt es die überirdischen Maultaschen aus der hiesigen Metzgerei, da sind immer welche eingefroren und einen Salat aus irgendwas gibt der Garten immer her.

9. Golf, Ski, oder Tennis? (Oder doch lieber die TV-Fernbedienung?)
Ski.

10. Wir schreiben das Jahr 2025. Was ist für Sie die auffälligste Neuerung im Vergleich zu heute?
Falls die Welt nicht untergegangen ist, Im besseren Fall werden wir ausgiebig mit dem Klimawandel befasst sein. Ach, vielleicht geht ja auch alles gut.

11. Sie packen Ihren eigenen Flüchtlingskoffer. Was muss da rein? (Fünf Dinge braucht der Mensch.)
Was mir wirklich wichtig ist, lässt sich leider nicht in einen Koffer packen. Dinge? Tomatensamen. Streichhölzer. Taschenmesser. Zahnbürstepaste. Tampons. Mir fällt nichts sonst ein. Und ich habe darüber in letzter Zeit viel nachgedacht.

Neue Fragen denk‘ ich mir noch aus. Nachher, ja?

Uff

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Zugenommen oder abgenommen?
Immer gleich. Früher hätte ich gefunden, das sei zuviel, inzwischen bin ich mehr mit anderem befasst.

Haare länger oder kürzer?
Bisschen kürzer. Aus Versehen. Vorallem weisser. Finde ich grad gut. Die Meinungen gehen da sehr auseinander.

Mehr bewegt oder weniger?
Haha. Vor allem schwerer. Vorgestern die Treppe runtergefallen. Gestern einfach so gestürzt. Vornerum. Also eher grünblaue Weihnachten. Vielleicht muss ich die Geschwindigkeit langsam an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Beides. Witzig, oder? Und auch noch ein Dings links. Optikusneuritis. Kann man schwer beschreiben. Wird aber besser. Augenhaft nicht mein Jahr.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr. Weniger verdient aber noch weniger ausgegeben.

Der hirnrissigste Plan?
Im üblichen Tempo die Treppe runter.

Die gefährlichste Unternehmung?
Im üblichen Tempo die Treppe runter.

Die teuerste Anschaffung?
Rechner. War nicht so schlimm wie ich dachte. Liess sich nun wirklich nicht mehr rauszögern: Akku kaputt, Laufwerke kaputt, Lüfter kaputt, Pixel kaputt. Getöse wie ein Traktor. Und jetzt: Stille. Auch schön.

Das beste selbstgekochte Essen?
Den ganzen Sommmer selbstgezogenes Gemüse zubereitet. Z. B. Minestrone. Indisches Bohnengedönscurry (obwohl der Text so bescheuert ist). Allerlei Wok. Apfel-Zwiebel Quiche mit Höri Bülle.

Das berührendste Buch?
Herz IV von R. Fischer. In einem Rutsch.

Das schönste Buch?
Stadt der Commonisten. Trotz Urban Gardening.

Der beste Film?
Einen gesehen. Monsieur Dings und seine Töchter. Jaja.
Aber der Sherlock, ach Benedict. Gildet TV auch?

Die ergreifendste Musik?
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Des Abends nach einem sehr reichhaltigen Mahl durch Vilnius spaziert. Hörst Du das? Um Ecken gebogen und ausgelassene Litauer gefunden, die, jung und alt, dick und dünn, ungelenk und begabt, cool und altmodisch, alle zusammen und mit Hund, zutiefst kenntnisreich volksgetanzt haben. Mit Klatschen und Powackeln. Und Sichimkreisdrehen. Das war ach, wir haben ein paar Rührungstränen verdrückt.

Die schönste Ausstellung?
David Shringley. David Shringley. David Shringley. David Shringley. My Love.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pepone Zeppelin Trotzki.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Mit der besten Freundin im Baltikum. Ich weiss haargenau, warum sie die beste Freundin ist. Seit 36 Jahren. Mit der Greisin.Und mit der K.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Erste Hälfte: Heiterkeit. Zweite Hälfte. Erschöpfung.

2014 zum ersten Mal getan?
Ein Gewächshaus und Hochbeete bepflanzt. Mit einem Schaufelraddampfer gefahren. Mich von einer Hornisse stechen lassen. Und von einer Hummel. Mir Wolfsmilch ins Auge geschmiert. Holz verkauft.

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Buckelpiste ansehnlich runtergefahren. In Irland gewesen.
Cortison intravenös. Tägliche Spritzen spritzen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
TIA. Optikusneuritis.Tägliche Spritzen spritzen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Zuhause geht’s bestimmt gleich besser.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich hab das ganze Jahr mit Vergnügen Sachen verschenkt.
Ob ich’s mal getroffen habe? Keinen Dunst.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
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Heimkommen. So Kugeln. Ein gelbgerahmtes Bild. Und noch ein Buch.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Für immer.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
? Für immer?!

2014 war mit einem Wort …?
Uff.

2013. 2012.

Right now

Zum dritten Mal. Via die verehrte Kaltmamsell.
Hätte ich sonst vergessen. Schon wieder ein Jahr rum.

Ich lese … so wenig wie niemals zuvor. Nachdem ich viele Jahre lang ein zwei ordentliche Bücher in der Woche gelesen habe (wovon ich noch immer zehre), bin ich zu Krimis übergegangen, von denen ich ein bis vier die Woche gelesen habe, dann habe ich es kurz mit den ebooks versucht, das war dann aber schon nix mehr. Das Elend hat mit der Diagnose und dem Ifon angefangen: Beides schlägt sich immens auf meine Konzentration. Ja, also elektrische Zeitung und Befindlichkeiten im Internet lese ich noch immer. Viel.

Ich trage … eine alte kaputte Jeans und einen (sehr löchrigen sehr dreckigen) schwarzen Wollpulover. Es gibt ihn immer noch. Vor einem halben Jahr wollte ich ihn wegschmeissen und habe festgestellt, dass man ihn noch identisch kaufen kann. Bei einer französischen Herrenmodefirma. Ihn im Internet bestellt. Was soll ich sagen. Es ist nicht das gleiche. Ich habe den alten behalten. Der neue kratzt und wird nur in Notfällen getragen.

Ich habe … mal wieder Kopfschmerzen. Seit dem plötzlichen Tod der Freundin im Juli trage ich mich mit dem Gedanken, doch mal zum Arzt zu gehen. Och ne.

Ich höre … die Festplatte meines Rechners. Sollte wohl mal einen neuen kaufen. Das wiederstrebt mir. Dieses System, dass alle Programme immer größer werden (nein, ich brauche die wenigsten von diesen Superfeatures) und einem alles dichtmachen, so dass man allein deshalb alle paar Jahre einen neuen Computer anschaffen muss.

Ich trinke … Suser. Zu Zwiebelkuchen.

Ich esse … was mir Spass macht. Nur nach am Wochenende Fleisch. Dann aber mit großem Vergnügen.

Ich stehe … schlecht auf einem Bein. Wobei es besser geht, wenn ich übe. Ich übe aber nicht.

Ich gehe … nicht direkt wacklig, aber ich falle öfter mal hin. Neulich darüber nachgedacht, wie das erst mal im Alter werden soll. Wenn ich jetzt schon anfange. Apropos, die Greisin hat die Eitelkeit besiegt und sich sich für eine Rollator entschieden.

Ich lache … immer noch, wenn ich dran denke, wie das Patentkind sich gestern gar nicht mehr eingekriegt hat, als wir zusammen das TH geübt haben. Es lernt jetz Englisch. Mr. Kapoor lives over the thop. Äh. Shop.

Ich sehe … heute nachmittag wie die Flüchtlinge hier wohnen. Denn ich habe endlich einen Kontakt bekommen. Bin gespannt. Was ich tun kann.

Ich mag … meine Arbeit gerade wieder. Hoffentlich hält es noch ein bisschen.

Ich schreibe … das meiste nur im Kopf grad. Da jede Menge.

Ich weiß … sehr viel überflüssigen Kram. Den ich leider zu selten für mich behalten kann.

Ich möchte … beweglich bleiben. Klappt so mittel.

So das war jetzt für mich. Das hatte ich überhaupt unterschätzt, wie gut so ein Blog zum nachschlagen funktioniert.

Treibholz

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Frau Krabke hat geworfen und ich fange. Kommt mir gerade recht.

1. Welche Gerüche verbindest du mit deiner Kindheit?
Bohnerwachs: Im Kindergarten gab es so eine gewaltige Maschine, mit der das Linoleum gebohnert wurde. Ich mochte das sehr.
Pferd: Ich bin fast jeden Tag geritten als Kind
Franzbranntwein: Damit gab es manchmal Umschläge bei Wachstumsschmerzen.
Kolophonium: Es gab einen vergeblichen Versuch, Geige zu lernen. Freiwillig.

2. Welche ist deine Lieblingsfarbe?
Ich mag alle Farben. Ausser ultramarin/königsblau.
Und keine dunkelblaue Klamotten. Ein Spleen.

3. Besitzt du Kleidungsstücke in deiner Lieblingsfarbe?
Meine Kleidung ist im wesentlichen schwarz. Grau. Ein bisschen rot.
Gelb und grün. Ich finde Kleider- und Lieblingsfarben sind zwei Paar Schuhe. Haha.

4. An was glaubst du?
An die Liebe. An die Freundschaft. An das Gute.
Und ein bisschen an höhere Wesen. Ich übe das.

5. Würdest du für deinen Glauben sterben?
Ich glaube schon. Also ich glaube, ich würde für jemanden sterben, den ich liebe. Ach, weiss nicht. Ich verstehe die Frage nicht. Warum sollte man für seinen Glauben sterben? In welcher Situation? Und wem bringt das etwas? Ausserdem hat das der Herr Jesus ja schon gemacht. Für uns alle. Mit nur mäßigem Erfolg. Leider. Der hatte ja ziemlich gute Ideen.

6. Hättest du genügend Rezepte in petto, um eine/n Veganer/in bekochen zu können?
Locker aus dem Handgelenk. Eine Woche. Dann wird es eng.

7. Hast du schon mal einen Pandabären gesehen?
Zwei. Im Zoo in Berlin. Ich mag Zoo nicht. Pandas aber schon. Voll süss.

8. Wie viele Nicknames repräsentieren dich im Netz?
Zwei. Ne, drei.

9. Färbst du deine Haare?
Manchmal.

10. Warum?
Sag ich nicht.

11. Deine selbstgemachte Lieblingssüßigkeit
Puh. Ich bin ja eine Kochschnecke, allerdings nicht mit Süsskram. Ich kann eigentlich überhaupt nur Crèpes Suzette, Vermicelles, Tarte Tatin und Mousse au Chocolat, da aber nur die Anfängervariante. Mag ich alles.

Und ich bewerfe wiederum die drei Damen
tikerscherk
rosmarin
und Friederike
11 sind‘ nicht. Sei’s drum. Aber 11 funkelnagelneue Fragen:

1. Was verstehst Du unter Empathie?
2. Ist Dir manchmal langweilig?
3. Hast Du mal jemanden geschlagen?
4. Kannst du eine Tanne von einer Fichte unterscheiden?
5. Vor was ekelst Du dich?
6. Hast Du mal was gestohlen?
7. Welche war Deine erste Schallplatte?
8. Hast Du ein gutes Namensgedächnis? Und Gesichter?
9. Wo bist Du am Liebsten?
10. Verkleidest Du dich gerne? Narri Narro
11. Hast Du ein Lebensmotto?

Wiener Kaffeehäuser

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Als ich so im Katholischen Pfarrzentrum sitze, ungläubig glotze und heiter trinke, gehen mir die Silvester der letzten beiden Jahre durch den Kopf. Das vergangene, als das Patentkind während des schönen Essens einmal mit Schwung über den Tisch gekotzt hat. Der Rest des Abends verlief friedlich und lustig.

Und das davor in Köln mit den Schauspielern und den anderen Verrückten. Ich war ein bisschen betrunken, so dass ich noch immer nicht sicher bin, ob ich die Szene vor der Klotür Ich liebe nur Dich, ich habe immer nur Dich geliebt vielleicht geträumt habe. Andereseits habe ich nur ein Stündchen geschlafen, und das in den starken Armen vom Schimanki (den ich oft schmerzlichst vermisse, so auch bei der Pfarrzentrumssause), aber sicher bin ich wiederum, dass ich dem davon erzählt habe. Er hat nämlich geschimpft, er wolle jetzt nichts mehr von diesem Hawelka hören. Dabei heisst der nur so ähnlich. Der Hawelka.

Der Hawelka, bleiben wir dabei, ist ein verhinderte Schriftsteller (verhinderte Schriftsteller pflasterten ihren Lebensweg), der plötzlich aus Berlin verschwand, nachdem er mich über viele Wochen mit nächtlichen Anrufen terrorisiert hatte. Bis die beste Freundin ihn irgendwann so zusammenbrüllte, dass er aufgab. Trotzallem mochte ich ihn und freute mich, als ich ihn so viele Jahre später nebst Lebensgefährtin auf der Kölnparty traf. Wie gesagt, irgendwann geriet alles ein wenig aus dem Ruder, (es gab ein Handgemenge, welches mit mir zu tun hatte, an dem ich aber nicht beteiligt war, sicher ist das aber nicht) ich lief barfuß mit dem Schimanski durch den grauen Morgen davon, die Schuhe, Sie wissen schon, und das letzte Stück trug er mich. Er ist sehr stark, wie auch gesagt. Und so weiter.

Jedenfalls wäre ich in diesem Jahr wieder in Köln eingeladen gewesen. Aber ich entschied mich für das Katholische Pfarrzentrum. Wegen Erschöpfung. Das erste Silvester, zu dem ich mit unlackierten Fußnägeln gegangen bin. Es hat keiner bemerkt. War schon ok, hat irgendwie zu dem Jahr gepasst.

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Immerhin hab ich die Lippen rot angemalt.

Und der F. hat eine süßliche SMS geschickt. Und ist mir dann prompt in den Träumen erschienen. Verdammt. Kann das mal aufhören?

Alle Jahre wieder

Fängt so langsam an, hab ich gesehen. Ich Streberin bin schon fertig, obwohl das Jahr ja noch läuft. Hoffen wir, es gibt dennoch keine unangenehmen Überraschungen. Ich hab’s vom Wortschnittchen.

Zugenommen oder abgenommen?
Mal so mal so. Immer noch.

Haare länger oder kürzer?
Viel länger. Ich halte noch durch. Bald geht Lady Godiva.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Noch kurzsichtiger. Das hört wohl nie auf. Ojehojeh. Und weitsichtig. Ts.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Noch weniger. Habe kaum mehr Freude am Kaufen.
Erstaunlich, wieviel Geld ich auf einmal hab.
Wieviel ich früher so rausgehauen hab.

Der hirnrissigste Plan?
Die Biennale noch reinzuquetschen. Schnell verworfen. Schade.

Die gefährlichste Unternehmung?
Nicht meine. Aber irgendwie auch. Der Greisin HerzOP.

Der beste Sex?
Sehr witzig.

Die teuerste Anschaffung?
Ein Kaminholzwagen. Nicht zu fassen.

Das leckerste Essen?
Wie immer oft gut gegessen. Wenn nicht gut, dann lieber nicht. Essen.
Und LECKER schon mal gleich sowieso nicht.

Das beeindruckenste Buch?
Tatsächlich Meike Winnemuths Das große Los. Hab mich oft wiedergefunden.
Ich Alleinreisende. Aber beindruckend ist wohl nicht das richtige Wort.

Der ergreifendste Film?
Pf. Kein Film. Doch: Quadrophenia.

Die beste CD?
Keine CD. Gar keine Musik.

Das schönste Konzert?
Und kein Konzert.

So jetzt misch‘ ich mich mal ein hier:
Die schönste Ausstellung?
Ja. Die Documenta. Ich Depp. Das ist ja schon Jahre her.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Pepone Zeppelin Trotzki. Tja. Und mit Bangen.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Der Greisin. Auf Reisen mit meinen wunderbaren Freunden.
Meiner Familie und den Nachbarn.

Vorherrschendes Gefühl 2013?
Bangen. Hoffen. Freuen.

2013 zum ersten Mal getan?
Die Greisin im Rollstuhl geschoben. Nach Lissabon gereist. Einen Stein behauen. Eine Schlagbohrmaschine gekauft.

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Gebetet. Gemalt. Nach Frankreich gereist.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Krankenhausbesuche. Absurde Arztanweisungen. Arbeit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Du schaffst das! Nur noch zehn Meter!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
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Die Greisin hat einen Schaukestuhl bekommen.
Sie behauptet, man müsse sie demnächst chirurgisch davon ablösen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Dass sie es geschafft hat.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es hat alles gut geklappt. (Oh, Dr. K.♥!)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ts. Pf.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr. Egal. Völlig.

Das enttäuschendste Buch?
Der neue Lynley. Mindestens 500 Seiten zu lang.

Mein schönstes Buch (das gab es nämlich):
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Reading Ed Ruscha

Mehr Sport oder weniger?
Sport?

Der beste einzige Theaterbesuch?
Der fröhliche Weinberg. Kulturell war das Jahr jetzt nicht so ergiebig.

2013 war mit einem Wort …?
Aufreibend.

Vorsätze für 20134?
Mehr Sex. Mehr Berlin.

2012